Die beiden Solothurner Ständeräte Pirmin Bischof (CVP) und Roberto Zanetti (SP) stellen sich im Oktober zur Wiederwahl. Ein erster Konkurrent steht nun so gut wie fest: Die SVP Schwarzbubenland schlage Nationalrat Christian Imark als Kandidaten vor, teilte sie am Montag mit. Die Kantonalpartei nominiert die National- und Ständeratskandidaten an ihrer Mitgliederversammlung am Donnerstag in Kriegstetten. Dass die SVP mit ihrem Kantonalpräsidenten zu den Ständeratswahlen antritt, war erwartet worden, Imarks Nomination dürfte eine Formsache sein.

Er habe sich in Bern und Solothurn als junger, ländlich geprägter und bodenständiger Vertreter des Kleingewerbes und der arbeitenden Schweizer Bevölkerung einen Namen gemacht, schreibt die SVP Schwarzbubenland zu ihrem Wahlvorschlag. Imark sei «die optimale Alternative zur derzeitigen links- und staatsgläubig orientierten Vertretung der ungeteilten Solothurnischen Standesstimme». Die Interessen der hart arbeitenden Solothurner Bevölkerung und des Kleinunternehmertums würden heute in Bern und gerade im Ständerat oft kein Gehör finden.

Christian Imark legte den Grundstein zu seiner politischen Karriere 2001 als jüngster Kantonsrat aller Zeiten, 2012 bekleidete er das Amt des Kantonsratspräsidenten. 2015 wurde der heute 36-Jährige als zweiter Solothurner SVP-Vertreter neben Walter Wobmann in den Nationalrat gewählt und verdrängte den langjährigen Nationalrat Roland Borer. Er sitzt in der Kommission für Umwelt, Raumplanung und Energie.

2017 übernahm Christian Imark neben seinem Nationalratsmandat auch das Präsidium der Kantonalpartei. Galt er bis dahin auch als eher konzilianter SVP-Vertreter und damit dereinst erster aussichtsreicher Kandidat für ein Regierungsamt, begann er sich seither eher zu radikalisieren und mit verbalen Rundumschlägen zu profilieren. Etwa wenn es um die Abstimmung über das kantonale Energiegesetz oder die Kritik an Justiz und Staatsanwaltschaft ging.

Christian Imark ist als selbstständiger Unternehmer tätig, verheiratet und seit November Vater einer Tochter. Er lebt mit seiner Familie in Fehren.

Zur Teilnahme an den Ständeratswahlen wird sich am kommenden Donnerstag auch die freisinnige Kantonalpartei äussern, von der aber noch keine Kandidatennamen an die Öffentlichkeit drangen. (mou)