Die wöchentliche Arbeitszeit wurde von 43,5 auf 42,5 Stunden reduziert, wie Firmenchef Alex Naef auf Anfrage erklärt.

Die Massnahme sei vorerst bis Ende 2016 befristet. Sie sei mit der Betriebskommission und der paritätischen Landeskommission des Carrosseriegewerbes vereinbart worden. Kein Thema seien nach wie vor Lohnkürzungen.

Kurz nach dem Euroschock im Januar 2015 hat der Busbauer die Arbeitszeit von im Gesamtarbeitsvertrag festgelegten 41 auf 43,5 Wochenstunden bei gleichem Lohn verlängert. Die sich schon im ersten Quartal abzeichnende gute Auftragslage sei unverändert positiv, so Naef weiter. «Unsere Busproduktion ist bis ins kommende Jahr gut ausgelastet.»

Einziger Busbauer der Schweiz

Trotzdem sei die Massnahme der Arbeitszeitverlängerung für die 240 Beschäftigten in Bellach nötig. Denn der noch einzige Busbauer der Schweiz sei einem gewaltigen Kostendruck ausgesetzt, verschärft durch die Aufhebung der Wechselkursuntergrenze durch die Schweizerische Nationalbank.

Wegen des starken Frankens würden nicht nur die Hess-Busse im Ausland teurer, sondern die ausländischen Konkurrenzfahrzeuge in der Schweiz im gleichen Umfang günstiger. «Unsere Hauptaufgabe bleibt es, die Kosten im Griff zu halten.» (fs)