Mit Entscheid des höchsten Gerichts vom 16. Juli nimmt eine langjährige Auseinandersetzung um die richtige Schulkreisbildung im Thierstein West ein Ende. Die Gemeinde Grindel ist verpflichtet, ihre Volksschule (Kindergarten und Primarschule) ab Beginn des Schuljahres 2013/2014 mit Bärschwil gemeinsam zu führen.

Damit gibt das Bundesgericht dem Solothurner Regierungsrat recht, der mit Beschluss vom 27. September 2011 die Schulkreisbildung der beiden Gemeinden angeordnet hat. Gegen diesen Entscheid hatte der Gemeinderat von Grindel Beschwerde beim Bundesgericht eingereicht.


Rückläufige Schülerzahlen

Bereits Ende 2006 hat das Departement für Bildung und Kultur (DBK) die Einwohnergemeinde Grindel aufgefordert, aufgrund rückläufiger Schülerzahlen die Kooperation mit anderen Gemeinden zu suchen. Grindel bevorzugte daraufhin die Bildung eines interkantonalen Schulkreises mit der basellandschaftlichen Gemeinde Wahlen. Mit besagtem Regierungsratsbeschluss vom September letzten Jahres wurde Grindel aber zu einem Zusammenschluss mit Bärschwil verpflichtet. So könne eine «pädagogisch sinnvolle und wirtschaftlich effektive und effiziente Schulorganisation aufgebaut werden», argumentierte der Regierungsrat.

Das Bundesgericht folgt jetzt dieser der Argumentation «und lässt die angeordnete Schulkreisbildung als vernünftige Schulplanung gelten», hält der Kanton in einer Mitteilung fest. Grindel und Bärschwil betreiben bereits heute gemeinsam den Kindergarten und zusammen mit Kleinlützel eine gemeinsame Schulleitung. (sks)