Der verwirrte Andres Z. hatte im Januar 2011 rund 20 Liter Benzin auf den Altar der St.Ursen-Kathedrale gegossen und mit einer Kerze in Brand gesetzt. Nach dieser Tat wurde der Oltner in eine Psychiatrie eingewiesen. Jetzt fordert der Kanton, dass der 65-Jährige den Rest seines Lebens hinter Gitter verbringt. Dies berichtet «Radio32» am Dienstag.

Weil der Brandstifter nicht auf die Therapie eingehe, soll er verwahrt werden. Nach Einschätzung der Behörden ist die Gefahr nach wie vor zu gross, dass Andres Z. erneut Feuer legt. Bis am 15. Dezember, wenn der Brandstifter erneut vor dem Amtsgericht Solothurn-Lebern erscheinen muss, bleibt er in Sicherheitshaft. Ein Psychiater wird ausserdem ein neues Gutachten erstellen.

Schon vor seinem Anschlag auf die St.-Ursen-Kathedrale, hatte er mit einer Stahlkonstruktion versucht, einen Zug zum Entgleisen zu bringen, ebenso wie er der SBB mehrfach gedroht hatte, eine Bombenweste im Zug zu zünden.

Ende September 2011 hatte das Amtsgericht den Mann wegen Drohung, Brandstiftung, mehrfach versuchter Störung des Eisenbahnverkehrs und Schreckung der Bevölkerung zu einer Freiheitsstrafe von 14 Monaten verurteilt.

Die Strafverbüssung wurde zugunsten einer stationären therapeutischen Massnahme aufgeschoben. Andres Z. sitzt seit Ende Juli 2013 im Therapiezentrum «Schache» in Deitingen. Zuvor war er im Untersuchungsgefängnis Solothurn, in Lenzburg und den Psychiatrischen Kliniken Basel untergebracht. (nka/szr)