Der 41-jährige Schweizer, der im März 2012 ins Bootshaus der Solothurner Pontoniere eingebrochen war, wurde gestern in den meisten Anklagepunkten vom Amtsgericht Solothurn-Lebern für schuldig befunden.

Darunter fallen etwa mehrfacher Diebstahl, Hausfriedensbruch und Drohung. Vom Vorwurf der versuchten Verursachung einer Explosion wurde David N.* jedoch freigesprochen. Für diesen Vorhalt sei das Kriterium der Gemeingefahr nicht erfüllt gewesen, begründete das Gericht.

Der damals drogensüchtige N. hatte im Bootshaus ein Feuer entfacht und eine Gasflasche aufgedreht, um die Spuren seines Einbruchs zu verwischen. Ausserdem hatte er Gin über das Feuer gegossen, wodurch die Flammen aber vermutlich ausgelöscht wurden. Es sei nicht anzunehmen, dass unbeteiligte Personen oder Gegenstände per Zufall hätten von seinem Handeln betroffen werden können.

David N. wurde zu einer unbedingten Freiheitsstrafe von 30 Monaten verurteilt, aufgeschoben zugunsten einer stationären Massnahme. Verläuft die Therapie erfolgreich, muss er die Haft nicht absitzen. (cnd)

* Name von der Redaktion geändert