16 tote Tiere

Boninger Tierdrama wird Thema im Solothurner Kantonsrat

Auf diesem Bauernhof in Boningen lebten die Kühe. (Archiv)

Auf diesem Bauernhof in Boningen lebten die Kühe. (Archiv)

Der Lostorfer Grünen-Kantonsrat Felix Lang will den Tierschutzfall Boningen mit den 16 toten Tieren noch nicht ruhen lassen. Auch nicht nach Vorliegen des Untersuchungsberichtes, der den kantonalen Veterinärdienst entlastet hatte.

Es habe keine Fehler vonseiten der Behörden gegeben, als im vergangenen Jahr 16 Rinder auf einem Hof qualvoll verendeten, hatte eine departementsinterne Untersuchung unter Beizug eines externen Experten festgestellt. Kantonsrat Lang, der den Untersuchungsbericht als «Verteidigungsschrift» kritisiert hatte, sieht Optimierungsbedarf. Er hat nun seine Schlüsse aus dem Fall gezogen.

Fall Boningen: Veterinärdienst hat richtig reagiert

Fall Boningen: Veterinärdienst hat richtig reagiert

Im Mai 2016 fand die Polizei auf einem Hof in Boningen (SO) 16 tote Rinder. Der Abschlussbericht zeigt: Der Veterinärdienst hat korrekt gehandelt.

Mittels Vorstoss im Rat möchte der Lostorfer Biobauer nun einerseits dafür sorgen, dass ein Bauer sofort in die höchste Risikoklasse fällt, wenn auf seinem Hof Pantoffelklauen oder -hufe festgestellt werden. «Sie sind das Ergebnis von massivem tierschutzrelevantem systemischem Mangel der Tierhalter», hält Lang fest. «Da müssen einerseits sofort weitere, andere auch systematisch versteckte, gravierende tierwohlrelevante Mängel vermutet werden.» Ein Tier leide bis ans Lebensende daran. «Kommt es zu einer Wiederholung, ist unverzüglich ein Tierhalteverbot auszusprechen.»

In einem zweiten Auftrag fordert Lang, dass Resultate aus Fallbearbeitungen, etwa Kontrollen aufgrund von Hinweisen aus der Bevölkerung, «zwingend Eingang in das risikobasierte Kontrollsystem finden». – «Im Fall Boningen hätte dies meiner Einschätzung nach 12 Tiere retten können», so Lang (lfh)

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