Nach der kantonalen Baubewilligung der Parkierung für die neue Gondelbahn auf den Weissenstein hat die BLS Netz AG formale Probleme und ungeklärte Punkte (Zugang zur Bahn für Dritte etc.) festgestellt. Dies führte dazu, dass die BLS Netz AG, die Eigentümerin des Parkplatz-Areals bei der Talstation Oberdorf, Verwaltungsgerichtsbeschwerde gegen die Baubewilligung erhob.

Durch ein einvernehmliches Vorgehen der Parteien und einem allseitigen Entgegenkommen konnten das gemeinsame Projekt verbessert und die formalen Erfordernisse geklärt werden. Damit wurde es der BLS Netz AG ermöglicht, die Beschwerde zurückzuziehen. Dies sei am Freitag geschehen, wie die Seilbahn Weissenstein und Projektleiter Johannes Sutter sofort mitteilten.

«Nach 9,5 Jahren Projektdauer die letzte rechtliche Hürde beseitigt und gleichzeitig die erste Fahrt mit der neuen, prächtigen Gondelbahn absolviert – ein schöneres Weihnachtsgeschenk kann es für einen Seilbähnler nicht geben!», wird Projektleiter Johannes Sutter zitiert. 

«Gute Zusammenarbeit»

Die Seilbahn Weissenstein AG habe eine gute Zusammenarbeit mit der BLS Netz AG während der ganzen fast 10-jährigen Projektdauer gehabt, wie in der Mitteilung ergänzt wird. Es hätten sich teilweise komplexe technische und rechtliche Fragen rund um den benachbarten Bahnhof und die Eisenbahnüberführung gestellt, die allesamt geklärt werden konnten. In die gute Zusammenarbeit werden auch die kommunalen und kantonalen Behörden einbezogen.

Nachdem die letzte ‹rechtliche Hürde› nicht mehr bestehe und die Bauarbeiten voll auf Kurs seien, stehe der Eröffnung (fast) nichts mehr im Wege, heisst es weiter. Was noch fehlt ist überaus wichtig für den Betrieb, denn ohne die Betriebsbewilligung des Bundesamtes für Verkehr können die Gondeln am 20.Dezember nicht auf den Berg fahren.

Die dafür notwendigen Abnahmearbeiten des Amtes sind diese und nächste Woche im Gang. Bislang dürfe der Verlauf als erfreulich bezeichnet werden, so das Ingenieursbüro.

Schlussspurt läuft

Auf der Baustelle selbst läuft der Schlussspurt. Es werden vor allem noch Innenausbau- und Umgebungsarbeiten verrichtet. Büro-, Aufenthalts- und Werkstatträumlichkeiten, sowie die Kassen- und Zugangseinrichtungen müssen noch eingerichtet werden. Die Bahn hat alle notwendigen Tests absolviert, so auch die Rettungsübung, die Bremsproben und den 50-Stunden-Dauerbetriebstest.

Die BLS Netz AG hatte nach Vorliegen der kantonalen Baubewilligung zum Parkierer für die neue Gondelbahn formale Probleme und ungeklärte Punkte festgestellt. Deshalb erhob sie Verwaltungsgerichtsbeschwerde gegen die Baubewilligung. (ldu/uby)