Hochleistungsstation

«Blitzschnell» lassen sich in Zuchwil Batterien von Elektroautos aufladen

Die AEK Energie AG hat in Zuchwil eine Hochleistungsstation für Elektroautos eingeweiht - die erste seiner Art in der Region Solothurn. Leere Batterien sind nach rund 30 Minuten wieder aufgeladen .

«Ein Meilenstein der Mobilität!» - diese euphorischen Ausrufe sind am Donnerstagmorgen vor der Ziegler AG in Zuchwil zu hören. Was bewegt den Zuchwiler Gemeindepräsidenten und sogar den Landammann zu solcher Freude?

Laut dem Zuchwiler Gemeindepräsidenten Stefan Hug wird hier etwas «Erstklassiges und Effizientes» eingeweiht. Auffällig in dieser Aufzählung: Die vielen «E»s. Und darum geht es auch: Vor der Ziegler AG wird eine Hochleistungsladestation für Elektroautos eingeweiht.

Dabei soll es sich um das erste Exemplar in der Region Solothurn handeln. An dieser Station können die Lenker von Elektroautos mit einer Leistung von bis zu 50 Kilowatt – wie bei den meisten anderen öffentlichen Ladestationen auch – zu jeder Tages- und Nachtzeit kostenlos die Batterien ihres Fahrzeuges aufladen. 

Im Unterschied zu «normalen» Säulen sind hier leere Batterien nach rund 30 Minuten wieder aufgeladen. Laut der AEK kann eine Ladung an einer anderen Station mehrere Stunden dauern. Der Solothurner Energieversorger hat die Station aufgestellt. Sie kostet laut Direktor Walter Wirth zwischen 50'000 und 70'000 Franken. Im Vergleich dazu: Eine Zapfsäule an einer Tankstelle soll bis zu 300'000 Franken teuer sein. Aber trotzdem: Braucht es diese Einrichtung überhaupt in der Region?

Die Entwicklung zum Selbstläufer

«Grüne Parkplätze allein reichen nicht», ist der Chef der AEK überzeugt. Laut ihm steht seit der Errichtung der Hochleistungsstation ein «Leuchtturm der Mobilität» nahe an der Autobahnverzweigung in Zuchwil. Durch Projekte wie dieses werde ausserdem das Ziel angestrebt, dass Ladestationen und Elektroautos in 20 bis 30 Jahren etwas Selbstverständliches sind.

Im Kanton Solothurn waren 2015 laut Kenneth Lützelschwab, Chef der MFK, 217 Elektrofahrzeuge zugelassen – darunter 61 Teslas. Im Jahr davor waren es noch 128 Fahrzeuge.

«Das Netz verdichten»

Die Säule zwischen den beiden grünen Parkplätzen freut auch den Landammann Roland Fürst. Was bringt die Hochleistungsstation seiner Meinung nach? «Der E-Mobilität gehört die Zukunft», so der Verkehrsdirektor. Das Ziel sei, das «Netz zu verdichten». «Durch mehr Ladestationen gibt es mehr Elektrofahrzeuge», zeigt er sich überzeugt. Durch die Inbetriebnahme dieser Hochleistungsstation wird der Elektromobilität im Kanton Solothurn laut dem Regierungschef «zusätzlich Schwung» verliehen.

Besonders euphorisch zur frühen Morgenstunde zeigt sich der Zuchwiler Gemeindepräsident Stefan Hug. Mit einer blau-weissen Mütze verkündet er neben der Ladestation stehend: «AEK sei Dank!» Denn: Mit der Einweihung der Ladestation erhält die Gemeinde einen speziellen Eintrag in der Karte Europas. Zumindest in der, auf welcher alle Ladestationen vermerkt sind.

Wie ein Elektroauto aufgeladen wird, führt Bruno Ziegler, Chef der Ziegler AG, vor. Es geht ganz einfach: Stecker rein und «Start» drücken. Den Rest erledigt die Station. Sie überprüft, wie viel Leistung in der Batterie noch vorhanden ist. «Grundsätzlich wird eine Batterie auf 80 Prozent geladen», so Ziegler. Das sei der allgemeine Massstab – denn bei einer zu 80 Prozent geladenen Batterie bringt ein Elektroauto noch die volle Leistung.

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