Energiekonzerne
BKW zu Verkauf AEK-Anteil: «Wir haben ein Vorkaufsrecht»

Bekanntlich prüft der Energiekonzern Alpiq den Verkauf seines Aktienanteils an der AEK Energie AG in Solothurn von 38,7 Prozent. Interessiert ist die BKW.

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DIE BKW ist an den AEK-Anteilen interessiert.

DIE BKW ist an den AEK-Anteilen interessiert.

Hanspeter Bärtschi

«Wir sind interessiert, das Aktienpaket von der Alpiq an der AEK Energie AG zu übernehmen», sagte Suzanne Thoma, Chefin des Berner Energiekonzerns BKW, in einem Interview in der «Berner Zeitung» und bestätigt früher gemachte Aussagen.

Angesprochen auf die Chancen, zum Zuge zu kommen, weil auch die Regio Energie Solothurn sowie die beiden Baselbieter Energiefirmen und Alpiq-Aktionäre EBM und Elektra Baselland ihr Interesse angemeldet haben (wir berichteten), sagt Thoma: «Die BKW ist seit 1928 massgebliche Aktionärin der AEK mit einem Anteil von jetzt bereits 39,5 Prozent.

Gemäss einem Dreiervertrag von 1928 haben wir ein Vorkaufsrecht.» Man werde das Recht ausüben, sofern der Preis auf einer vernünftigen betriebswirtschaftlichen Bewertung beruhe. Gemessen am AEK-Aktienkurs ist das Paket rund 55 Millionen Franken wert.

Ob die BKW bei einem Kauf und damit einer Mehrheit an der AEK den anderen Aktionären ein Übernahmeangebot unterbreiten werde, werde geprüft. Thoma: «Das spielt aber für unseren Entscheid keine Rolle.» Der Kauf des Paketes «wäre eine Win-win-win-Situation: für die AEK, für die Kunden der AEK und auch für die BKW.» Effizienzgewinne stünden nicht im Vordergrund. «Die AEK ist eine gut geführte Firma, die Gewinne schreibt und kein Sanierungsfall, der grosse Eingriffe erfordern würde.» (FS)

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