Kommentar

BKW übernimmt EES: Jagd auf Solar-Kompetenz

Firmengründer Thomas Jäggi bleibt auch unter der neuen Muttergesellschaft Geschäftsführer und Verwaltungsrat der EES. Hanspeter Bärtschi

Firmengründer Thomas Jäggi bleibt auch unter der neuen Muttergesellschaft Geschäftsführer und Verwaltungsrat der EES. Hanspeter Bärtschi

Die Gemeinsamkeiten sind augenfällig. Hier junge Forscher, die mit Einsatz und oft ihrem letzten Rappen ein neues Medikament entwickeln und letztlich von den Pharmariesen «entdeckt» werden.

Letztere kaufen die Jungfirma, um das Produkt weiterzuentwickeln und schliesslich daran auch kommerziell zu partizipieren. Dort Jungunternehmer, die das Potenzial einer neuen Technologie frühzeitig erkannt und sich mit Engagement eine hohe Kompetenz erarbeitet haben, die nun auch für die Grossen interessant wird.

Wir sprechen von der Solartechnik, deren stetiger Verbesserung in Leistung, Effizienz und Kosten vorerst keine Grenzen gesetzt sind. Das hat auch der Stromkonzern BKW erkannt und sich mit dem Erwerb der Mehrheit an der kleinen Solarfirma EES die entsprechende Fachkompetenz eingekauft. Das ist kein Zufall, sondern wird zum Trend. So hat kürzlich der Versorger AEK eine Minderheit an der Helion-Solar-Gruppe übernommen.

Wenn sich Erzeuger wie Versorger auf die Energiewende einstellen, sind solche Aufkäufe die logische Folge. Ziel darf aber nicht sein, damit unliebsame Konkurrenz auszuschalten. Es geht darum, die erwachsen gewordene Solarbranche mit mehr logistischen, personellen und finanziellen Ressourcen weiterzubringen.

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