Bistum Basel
Bischof Felix Gmür muss einen neuen Weihbischof suchen

Nach über 20 Jahren als Weihbischof des Bistums Basel hat sich Denis Theurillat (70) für den Ruhestand entschieden. Das Bistum Basel gab am Montag bekannt, dass Papst Franziskus die Demission Theurillats angenommen hat.

Urs Mathys
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Weihbischof Denis Theurillat

Weihbischof Denis Theurillat

zvg

«Bischof Felix Gmür bedauert den Rücktritt von Weihbischof Denis und würdigt ihn als Sympathieträger des Bistums», heisst es dazu in einer Mitteilung. Wer auf den als umgänglich und aufgeschlossen geltenden Theurillat folgen wird, steht noch nicht fest.

«Ein Nachfolger ist noch nicht ernannt», sagt Hansruedi Huber auf Anfrage dieser Zeitung. Der Kommunikationsverantwortliche des Bistums Basel bestätigt, dass Bischof Felix Gmür gemäss Konkordatsvertrag mit dem Vatikan den sogenannten «Konkordatsbischof» selber ernennen kann und der Papst diesen anschliessend zu bestätigen hat. «Das Verfahren kann ein paar Monate dauern», sagt Huber zur Frage, wann mit der Amtseinsetzung des neuen Weihbischofs zu rechnen ist. Bis vor wenigen Jahren hatte das Bistum Basel – mit zehn Kantonen das grösste der Schweiz – zwei Weihbischöfe.

Theurillat war im Juni 2000 als Weihbischof geweiht worden und wirkte zuerst unter Bischof Kurt Koch und nun seit zehn Jahren unter Felix Gmür. «Ein Unfall im letzten Herbst war für mich ein Zeichen, leiser zu treten», wird der Abtretende zitiert, der seine bereits festgelegten Verpflichtungen aber noch erfüllen will. Bischof Felix Gmür und die Diözesankurie bedauern den Rücktritt des «feinfühligen Diplomaten» sehr.