Nirgendwo in der Schweiz gibt es im Verhältnis zur Einwohnerzahl mehr Fälle, in denen Frauen zu Opfern von Menschenhandel werden. 29 Frauen aus Solothurn betreute die Fachstelle für Frauenhandel und Frauenmigration im vergangenen Jahr in ihrem Opferschutz-Programm (wir berichteten).

Vor Gericht landen die Fällen selten. 2014 kam es – anders, als berichtet – zu drei Verurteilungen wegen «Förderung der Prostitution». Im Vorjahr gab es dagegen keine. Noch seltener sind Verurteilungen wegen Menschenhandels.

Eine Ausnahme bildet das laufende Jahr: Gemäss der Staatsanwaltschaft kam es 2015 bislang zu einer Verurteilung, und zwar in Kombination mit «mehrfacher Förderung der Prostitution». (sva)