Politisches Engagement
Bischof Gmür ruft zum «Nein» zur Durchsetzungsinitiative auf

Der Bischof von Basel, Felix Gmür, spricht sich gegen die Durchsetzungsinitiative aus. Wenn es um Menschenrechte geht, dürfe die Kirche nicht schweigen, findet er.

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Felix Gmür ist gegen die Durchsetzungsinitiative

Felix Gmür ist gegen die Durchsetzungsinitiative

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Der Bischof von Basel, Felix Gmür, spricht sich gegen die Durchsetzungsinitiative aus, über die die Schweizer am 28. Februar abstimmen. Dies ist einem Eintrag auf der Homepage des Bistums zu entnehmen. «Lassen wir uns nicht von der Angst verteufeln», schreibt dort der Bischof.

«Schon längst sind Ausländer unsere Ehepartner, Freunde, Arbeitskollegen, auf die wir nicht mehr verzichten wollen. Sie inspirieren uns in der Wirtschaft, Wissenschaft, Kultur, Sport, Kirche.» Die Rechtssicherheit sei ein wesentlicher Grund, warum sich internationale Unternehmen in der rohstoffarmen Schweiz niederliessen.

Ausländer hätten sich an Gesetze zu halten, beteuert Gmür. «Aber lehnen wir es ab, dass für sie spezielle Gesetze gelten sollen.»

Auf Nachfrage des kirchlichen Informationsportals kath.ch verteidigte Gmür sein politisches Engagement. «Wenn es um Menschenrechte und Menschenwürde geht, darf die Kirche nicht schweigen», so der kirchliche Würdenträger.

Die Initiative sei «unverhältnismässig, unzumutbar und ungerecht». Landeverweise müssten rechtsstaatlich begründet sein. «Mit den heutigen Gesetzen ist dies gewährleistet und bereits der Fall.» (lfh)

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