Die Gespräche mit insgesamt über 220 Seelsorgenden hätten in einer sachlichen Atmosphäre stattgefunden, teilte das Bistum Basel mit Sitz in Solothurn am Mittwoch mit. Viele der Seelsorgenden, die an den Gesprächsrunden teilnahmen, hatten die Pfarrei-Initiative unterzeichnet.

Die im vergangenen September von 90 Deutschschweizer Seelsorgenden lancierte Initiative pocht auf Reformen. Sie macht darauf aufmerksam, dass die Realität im Kirchenalltag nicht mehr dem entspricht, was die Kirchenleitung vorschreibt.

"Viele sind sich der Komplexität der Sachfragen und der darin liegenden emotionalen Bedeutung bewusst", hält das Bistum Basel in seiner Mitteilung nach der letzten Gesprächsrunde fest. Wer die Kirche liebe, stosse an Grenzen, wenn die kirchliche Botschaft die Herzen der Menschen nicht mehr erreiche.

Eine Gruppe von Vertreterinnen und Vertretern der Gespräche wird nun gemeinsam mit dem Basler Bischof das weitere Vorgehen besprechen.

Dem Bistum Basel gehören zehn Kantone an: AG, BE, BL, BS, JU, LU, TG, SH, SO und ZG. Es ist mit mehr als einer Million Gläubigen das grösste Bistum der Schweiz.