Das haben Recherchen der «Neuen Luzerner Zeitung» (NLZ) ergeben. Er verdient damit um einiges mehr als sein Kollege im Bistum Chur: Vitus Huonder erhält pro Jahr 95 000 Franken. Die Kommunikationsverantwortliche des Bistum Basel, Adrienne Suvada, erklärt diese Lohndifferenz gegenüber der NLZ mit der unterschiedlichen Grösse der Bistümer.

Das Bistum Basel sei das grösste in der Schweiz und deshalb seien auch der Aufwand und die Verantwortung höher. Es gebe zudem keine Lohnliste, die schweizweit gelte. Im Vergleich zu anderen Branchen oder Bistümern im nahen Ausland, so Suvada, sei der Lohn von Bischof Felix Gmür sogar eher gering.

Aufgegriffen hat das Thema der Löhne hoher Kirchenfunktionäre jüngst der «Sonntagsblick» in einem Interview mit Kardinal Kurt Koch. Über 200 000 Franken pro Jahr können demnach kirchliche Würdenträger verdienen, was Kurt Koch kritisiert. Für Giuseppe Gracia, Medienbeauftragter des Bistum Chur, ist ein solcher Lohn nicht mit der Botschaft der Kirche kompatibel. (szr)