Pharmaindustrie
Biogen dient als Musterbeispiel für die Bedeutung der Pharmaindustrie für die Schweiz

Am Beispiel der Biogen-Ansiedlung in Luterbach zeigt eine Studie von BAK Economics die Bedeutung der Pharmaindustrie für die Schweiz und den Kanton Solothurn auf.

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Gerade auch auf der Milliardenbaustelle des US-Konzerns Biogen in Luterbach werden Spezialisten aus der ganzen Welt benötigt. Die Drittstaatenkontingente, die der Bund dem Kanton Solothurn zuteilt, sind deshalb schnell weg.Urs Byland

Gerade auch auf der Milliardenbaustelle des US-Konzerns Biogen in Luterbach werden Spezialisten aus der ganzen Welt benötigt. Die Drittstaatenkontingente, die der Bund dem Kanton Solothurn zuteilt, sind deshalb schnell weg.Urs Byland

Urs Byland

Die aktuelle Studie von BAK Economics und Polynomics wurde am Dienstag in Bern präsentiert. Die Pharmaindustrie sei in den vergangenen Jahren in verschiedenen Regionen der Schweiz zu einer der wichtigsten Stützen und zum Impulsgeber der regionalen Wirtschaft aufgestiegen, wurde erklärt. Am Beispiel des Biotechnologieunternehmens Biogen, das in Luterbach 1.5 Milliarden Franken in den Bau einer hochmodernen biopharmazeutischen Produktionsanlage investiert, werden in der Studie von BAK Economics AG die Wirkungskanäle aufgezeigt.

Mit der Produktionsanlage entstehen im Kanton direkt rund 600 neue Arbeitsplätze. Neben den 400 Stellen in der biopharmazeutischen Produktion werden zusätzlich 200 Arbeitsplätze in den ausgelagerten Bereichen Gebäudeunterhalt, Reinigung und Gastronomie geschaffen. «Die Rekrutierung läuft auf Hochtouren», sagte Natascha Schill, Managing Director Biogen Switzerland AG, an der Medienkonferenz.

Ansiedlung bringt Wachstum

Aufgrund der Modellrechnungen geht BAK davon aus, dass mit dem Biogen-Betrieb im Jahr 2019 ein zusätzliches Wachstumspotenzial von 1.5 bis 2.0 Prozent des kantonalen Bruttoinlandsprodukts verbunden ist und die Biogen-Investitionen in der gesamten Schweiz eine Bruttowertschöpfung von mehr als 800 Millionen Franken auslösen. Damit verbunden seien mehr als 2000 Arbeitsplätze, viele davon in der Region.

Als wichtigen Erfolgsfaktor für die Pharmaindustrie nannte Natascha Schill attraktive Rahmenbedingungen. Dazu zählen insbesondere der unbürokratische Zugang zu wichtigen Exportmärkten, die Verfügbarkeit qualifizierter Arbeitskräfte, die Sicherstellung der Exzellenz des schweizerischen Forschungsplatzes und eine wettbewerbsfähige Unternehmensbesteuerung. (szr)

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