Auf einen Kaffee mit...

«Bin nicht gerne getrennt von ihnen»: Er hat in den Schäferhunden eine Passion gefunden

Luis Fonseca mit seinem Belgischen Schäferhund Sky.

Luis Fonseca mit seinem Belgischen Schäferhund Sky.

Auf einen Kaffee mit ... Luis Fonseca, Präsident des Schäferhund-Clubs Solothurn-Luterbach, der dieses Jahr sein 100. Jubiläum feiert.

Bei Luis Fonseca lief es wie so oft: Die Kinder «stürmten», sie wollen einen Hund. Und obwohl eigentlich kein Haustier geplant war, liessen er und seine Frau sich erweichen und nahmen eine 7-jährige Labradorhündin in die Familie auf. Nun, 16 Jahre später, ist Fonseca Präsident des Schäferhund-Clubs Solothurn-Luterbach, dem auch 44 andere Hundebegeisterte angehören und in dem alle Rassen willkommen sind.

Bis er und seine Frau den Kindern ihren Wunsch erfüllten, hatte Fonseca zwar nie einen Hund gehabt, er war jedoch sofort begeistert. «Es hat mir von Anfang an Spass gemacht», erzählt er. Allerdings müsse man sich auch seiner Verantwortung bewusst sein. «Die Kinder, die den Hund unbedingt wollten, werden sicher nicht die Hauptarbeit übernehmen, das war uns schon klar», lacht er. So haben er und seine Frau ihren Alltag von da an so organisiert, dass immer jemand mit dem Hund laufen gehen konnte. Aber wenn man dazu auch bereit sei, dann falle es nicht schwer.

Intensive Arbeit notwendig

Ihren Labrador hatten die Fonsecas einige Jahre, bis er aufgrund seines Alters verstarb. Daraufhin entschieden sie sich, einer Beaglehündin bei sich ein Zuhause zu schenken. Sie wurde allerdings nur drei Jahre alt. «Es ist nie leicht, ein Tier gehen zu lassen», sagt Fonseca. «Also wollten wir danach erst einmal keinen Hund mehr.» Ein halbes Jahr lang blieb die Familie hundelos, dann wurde Fonseca wieder inspiriert: Im Rahmen seiner Arbeit für das kantonale Amt für Militär und Bevölkerungsschutz sah er ein Demonstrationsvideo, in dem Belgische Schäferhunde vorkamen. Sofort habe er das Gefühl gehabt, dass so ein Hund zu ihm passen würde.

Dass man mit Schäferhunden intensiver Arbeiten muss, sei schon eine Umstellung gewesen, «aber sobald wir dann Bella hatten, kam alles relativ schnell». Mit Bella traten Fonseca und seine Frau dem Schäferhund-Club in Luterbach bei. Die Kinder waren derweil ausgezogen und das Paar konnte sich Bella voll widmen – ihr und später auch Sky, ihrem zweiten Belgischer Schäferhund.

Eine Passion in den Hunden gefunden

«Von da an hat es uns richtig gepackt», meint Fonseca. Und im Gespräch wird klar: Er und seine Frau haben mit ihren beiden Hunden eine Passion gefunden. Und ja, es sei schon ein bisschen wie ein Kind, grinst Fonseca. «Man muss sein Leben nach dem Hund richten, wie das bei einem Kind auch der Fall ist.»

Für ihn sei das allerdings mehr als selbstverständlich. Wenn er und seine Frau zum Beispiel in die Ferien fahren, achten sie beide stets darauf, dass sie Sky und Bella mitnehmen können. «Nicht weil ich Hundeferienheime schlecht finde», erklärt er. «Sondern einfach, weil ich nicht gerne von den beiden getrennt bin.»

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