Coronavirus
«Bin ein bisschen angespannt»: So geht es Solothurnern vor und nach der Impfung

Das Impfcenter in der Rythalle in Solothurn hat am Montag um 14 Uhr den Betrieb aufgenommen. Bereits davor waren etliche Leute dort anzutreffen. Wir haben nachgefragt, wie sich die Solothurner vor und nach der Impfung fühlen und warum sie sich impfen lassen.

Laura Hofmann
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Hans-Ulrich Stuber war einer der Personen, die sich am Montag impfen liessen.

Hans-Ulrich Stuber war einer der Personen, die sich am Montag impfen liessen.

Bereits vor 14.00 Uhr sind einige Leute vor der Rythalle in Solothurn anzutreffen. Alle mit demselben Ziel, sich in Kürze gegen das Coronavirus impfen zu lassen. Sie gehören zu den Glücklichen, die als erste im Kantonalen Impfcenter geimpft werden. Bereits am Montagmorgen versuchten viele Solothurner, sich telefonisch anzumelden, wodurch die Leitungen überlastet wurde.

Doch warum impfen sich die einzelnen Solothurner und Solothurnerinnen und wie fühlen sie sich vor und nach der Impfung?

Ruth und Niklaus Reinhart: «Wir impfen uns für die Grosskindern»

Ruth (75) und Niklaus (78) Reinhart aus Solothurn

Ruth (75) und Niklaus (78) Reinhart aus Solothurn

Laura Hofmann

Für Niklaus und Ruth Reinhart aus Solothurn war klar: Wenn es einen Impfstoff geben wird, werden sie sich impfen lassen. «Für die Grosskinder impfen wir uns und weil ich eine Risikopatientin bin», so Ruth Reinhart. «Das letzte Grosskind ist vor dem Lockdown geboren worden und ich habe es bis jetzt nur einmal im Arm gehalten».

Wie auch viele andere Personen haben Ruth und Niklaus Reinhart mehrere Anläufe gebraucht, bis sie einen Termin ergattert haben. «Wir haben Glück gehabt», fügt Ruth Reinhart hinzu. Sie selber haben es telefonisch nicht geschafft, ihr Sohn jedoch schon. «Er ist warum auch immer durchgekommen», so Niklaus Reinhart. Auf die Frage, wie es sich so kurz vor der Impfung anfühlt, antworten die Reinhart's: «Wir sind froh, dass wir uns impfen können. Wir haben es auch nicht erwartet, dass wir so rasch einen Termin erhalten haben».

Hans-Ulrich Stuber: «Ich fühle mich ein bisschen angespannt»

Da Hans-Ulrich Stuber zu den Risikopatienten gehört und er vor Corona einen schweren Lungenzwischenfall gehabt hat, war für ihn klar, dass er sich impfen lässt. «Ich habe das Grundstück mehr oder weniger 20 Wochen lang nicht verlassen, da ich ganz schlechte Karten habe, wenn ich das Virus bekäme», so Stuber.

Wie der 59-Jährige dieser Zeitung weiter mitteilt, kommt das Virus jedoch immer näher. «In meinem Bekanntenkreis gibt es bereits Leute die es gehabt haben». Auf die Frage wie er sich vor der Impfung fühlt, antwortet er: «Ein bisschen angespannt».

Als der Gerlafingen die Rythalle jedoch verlässt, sieht er zufrieden aus und sagt: «Sie machen es also gut».

Hans und Madeleine Senn: «Wir impfen uns, damit wir uns schützen und auch andere Personen»

Damit man sich selber und andere Personen vor dem Virus schützen kann, haben sich Hans und Madeleine Senn geimpft. Wie bei den meisten anderen, hat es auch bei den Senn's bei der Anmeldung ein wenig gedauert. «Es hat Ausdauer gebraucht», so Hans Senn. 45 Minuten ist der 76-Jährige in der Leitung gewesen bis es schlussendlich geklappt hat.

Christoph Hardtmuth:«Es ist perfekt abgelaufen»

Christoph Hardtmuth (77), Solothurn

Christoph Hardtmuth (77), Solothurn

Laura Hofmann

Auf die Frage, wie die Impfung in der Rythalle gelaufen ist, antwortet Christoph Hardtmuth: «Perfekt». Er habe auch nicht lange warten müssen. «Es hat mir auch nicht wehgetan und ich hatte kein Schwindelgefühl», so der Solothurner weiter. Er fühle sich einfach ganz normal, wie er hinzufügt. «Ich bin froh, dass ich die erste Impfung durch habe».

Christoph Hardtmuth hat für den Termin drei Stunden lang telefoniert. «Ohne meine Frau hätte ich es wahrscheinlich nicht geschafft einen Termin zu erhalten», wie der 77-Jährige am Schluss sagt.

Ariste Viatte: «Es ist eigentlich reibungslos abgelaufen»

Auch Ariste Viatte aus Grenchen gehört zu einer der ersten Personen, die sich am Montag in der Rythalle impfen konnten. Wie er dieser Zeitung gegenüber erwähnt, sei die Impfung reibungslos über die Bühne gegangen. «Ich fühle mich nach der Impfung auch so wie immer», so der 76-Jährige.