Heute können Mütter eine Aufschiebung der Mutterschaftsentschädigung und somit auch des Mutterschaftsurlaubs beantragen, wenn ihr neugeborenes Kind länger als drei Wochen im Spital bleiben muss. Die Lohnfortzahlung ist in diesem Fall jedoch nicht geregelt. Umso mehr als das Bundesgesetz über die Arbeit in Industrie, Gewerbe und Handel vorsieht, dass Mütter während acht Wochen nach der Niederkunft nicht beschäftigt werden dürfen. Mit der Änderung des Bundesgesetzes über den Erwerbsausfall für Dienstleistende und bei Mutterschaft will der Bund diese Lücke schliessen.

Mütter, deren Kinder nach der Geburt länger als 3 Wochen im Krankenhaus bleiben müssen, sollen länger Anspruch auf Mutterschaftsentschädigung haben – vorgesehen ist eine Regelung mit maximal 56 zusätzlichen Entschädigungstagen.

Der Regierungsrat begrüsst diese Neuerungen. Eltern, die sich um ihr krankes Kind kümmern, können so entlastet werden. Der Aufwand, denn diese Neuerungen mit sich bringen ist bei den AHV-Ausgleichskassen sehr bescheiden, so dass kaum zusätzliche Kosten entstehen sollten.