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Besser schenken zu Weihnachten - eine kleine Typologie der Schenkenden

Weihnachtsgeschenk-Stress? Manche meiden ihn, andere brauchen ihn. Eine kleine Abhandlung der gängigsten Schenk-Typen. Finden Sie raus, welcher Typ sie sind und verbessern sie ihr Schenk-Verhalten

Fränzi Rütti-Saner
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Damits keine böse Überraschung wird: Verbessern Sie ihr Schenk-Verhalten

Damits keine böse Überraschung wird: Verbessern Sie ihr Schenk-Verhalten

Er ist wohl der Idealeinkäufer. Spontan greift er zu, wenn er glaubt, etwas Passendes gefunden zu haben. Ohne grossen Plan, einfach nach dem Lustprinzip wird eingekauft. In der Regel ist der Spontankäufer durch Werbung beeinflusst und kauft auch schon Tage vor dem Fest ein. Eben immer dann, wenn es ihm spontan in den Sinn kommt. Die Negativ-Punkte: unkoordiniertes Einkaufen, überstrapaziertes Budget. Es kann vorkommen, dass mehrere Dinge für die gleiche Person, eingekauft werden, denn ganz spontan findet sich immer noch was Besseres.

Er vertraut den Listen, die er schon während des gesamten Jahres führt. Listen, die er selbst erstellt, wenn von jemandem ein Wunsch geäussert wird, oder auch Listen, auf denen sich familienintern jeder selbst mit seinem Wunsch eintragen kann. Das Einkaufen wird dann generalstabsmässig organisiert mit ausreichend Zeit und möglichst vorgängiger Abklärung, ob denn die gefragten Objekte auch wirklich im Laden vorhanden sind. Der Organisierte hat auch ausreichend Geschenkpapier, Klebestreifen, Geschenkbändeli und Namensanhänger zur Auswahl bereit, damit den Präsenten die passende Verpackung verpasst werden kann. Positiv: Vermeidung von Weihnachts-Einkaufsstress; Negativ: das Lustprinzip geht völlig abhanden.

Er denkt schon im Sommer daran, was er seinen Lieben an Weihnachten schenken will und er hat keine Bedenken auch da schon auf Einkaufstour zu gehen. Oft schenkt dieser Typ auch ein Souvenir aus den Sommerferien. Weihnachtsgeschenke kaufen ist für ihn ein Permanent-Thema. So hat er die Möglichkeit, die besten Angebote zu nutzen. Der Langzeitschenker ist oft auch ein Schnäppchenjäger.

Er kommt erst so richtig in die Gänge, wenn der 20. Dezember vorüber ist. Er braucht den Druck, jetzt noch schnell das ultimativ beste Geschenk für seine Lieben zu bekommen. Drei Tage vor Weihnachten kommen die besten Geschenk-Ideen und die müssen dann ruck-zuck realisiert werden. Dieser Typ ist der Schrecken des Verkaufspersonals, denn jetzt muss auf die Schnelle noch alles möglich gemacht werden. Als Kurzzeitschenker muss man daher mit Enttäuschungen klarkommen. Das ist aber nicht so schlimm, denn die Läden sind an Heiligabend teilweise bis 17 Uhr geöffnet.

Er kauft, was ihm selbst am besten gefällt. Das, was er selbst nie geschenkt bekommt und was er sich selbst schenken würde. Und so ist sein Geschenkeinkauf ein Sammelsurium von Gegenständen, die er dann erst zu Hause der richtigen Personen zuordnet. Meist muss er dann nochmals los, denn er hat noch Geschenk-Lücken, die es zu füllen gibt. Und so beginnt das Mischeln von Neuem: dieses Buch doch eher dem Schwiegervater und jenes Windlicht nicht doch der Lieblings-Schwägerin? Schwierig.

Weihnachten? Was ist das? So oder ähnlich geht der Verweigerer mit dem Thema Weihnachtsgeschenke um. Diese Haltung hat man entweder quasi mit der Muttermilch eingeimpft bekommen oder man zelebriert sie als Erwachsener ganz bewusst. Schwierig wird es dann, wenn der Verweigerer selbst Kinder hat oder zum Götti oder Gotti gekürt wird. Dem Kleinen jetzt sagen, dass man ein Weihnachts-Verweigerer ist? Das braucht Rückgrat. Vielleicht flüchtet er sich jetzt in die nächste Kategorie...

Er schenkt einen Dampfkochtopf oder ein neues Pyjama, eine Autobahnvignette oder einen Gutschein vom Grossverteiler. Sein Geschenkwille ist gross, seine Fantasie hingegen weniger. Er will aber seinen Lieben auf jeden Fall ein Geschenk machen. Am besten das Gleiche wie im letzten Jahr, das ist so gut angekommen. Oder eine dieser praktischen Geschenkpackungen aus den Warenhäusern? Festlichkeit ist nicht sein Ding, er freut sich sowieso am meisten über das gute Weihnachtsessen.

Er durchforstet zu Hause im stillen Kämmerlein die besten Angebote und ordert unter den verschiedensten Online-Anbietern das Richtige, sprich Günstigste. Der Onliner braucht sich um keine Parkplätze, Tragtaschen oder Geschenkpapiere zu kümmern und doch hat er schlaflose Nächte: ob seine Onlinebestellung auch rechtzeitig zum Fest eintrifft?