Hellchöpfli

Berner Behörden: Armee hat Hellchöpfli freigegeben

Der Eingang zur ehemaligen Bloodhound-Flab-Stellung auf dem Hellchöpfli bei Rumisberg

Der Eingang zur ehemaligen Bloodhound-Flab-Stellung auf dem Hellchöpfli bei Rumisberg

In den letzten Tagen hat das VBS Ja gesagt zur zwölfmonatigen Nutzung der Truppenunterkunft als Asylzentrum. In Rumisberg muss noch die Umnutzung der Militäranlage publiziert werden.

Die Detailplanung für das Hellchöpfli kommt bei den Berner Behörden voran. Bereits geregelt ist die Nutzung des Hellchöpfli mit dem Besitzer der Anlage, dem eidgenössischen Verteidigungsdepartement. «Das VBS hat der Teilnutzung des Truppenlagers für die Dauer eines Jahres zugestimmt», erklärt Iris Rivas, Leiterin Migration beim Kanton Bern. Der Betrieb soll Anfang April starten und bis zu 80 Personen umfassen.

Der ordentliche Verfahrensweg

Das geplante Asylzentrum benötigt noch eine Baubewilligung der Rumisberger Behörden. «Für die zivile Umnutzung von zwei Gebäuden des Truppenlagers Hellchöpfli ist das Baubewilligungsverfahren für die Umnutzung eingeleitet», erklärt Rivas. Im Rahmen der momentan laufenden Detailplanung würden die notwendigen Gesuche eingereicht. Zusammen mit den «zuständigen und zustimmenden» Gemeindebehörden werde der ordentliche Verfahrensweg beschritten, «der auch eine Publikation vorsieht». Der Kanton Bern kann im Gegensatz zu anderen Kantonen zwar für eine Dauer von sechs Monaten Umnutzungen von Militäranlagen als Asylunterkünfte ohne Mitsprache der Gemeinden bewilligen (wir berichteten). Das Hellchöpfli soll jedoch zwölf Monate betrieben werden.

Während der Auflagefrist kann jedermann, der durch das Baugesuch besonders berührt ist und an dessen Inhalt ein schutzwürdiges Interesse hat, Einsprache erheben. Da daher aber grundsätzlich nur Nachbarn einspracheberechtigt sind und die künftige Asylunterkunft keine Nachbarn hat, sind Einsprachen chancenlos. Sie werden mangels Einspracheberechtigung abgelehnt

Infoveranstaltung für alle

Diesen Montag, den 5. März, informiert der Kanton Solothurn zum Hellchöpfli. Die Veranstaltung in Laupersdorf richtet sich primär an Personen aus Laupersdorf und Matzendorf, ist aber entgegen den Inseraten des Komitees «Besorgter Bürgerinnen und Bürger» für alle Interessierten zugänglich. In den Inseraten stand, «das Departement des Innern möchte lediglich die Einwohnerinnen und Einwohner von Laupersdorf und Matzendorf orientieren». Nach Angaben des Amtes ist dies nicht korrekt. Die Veranstaltung beginnt um 19.30 Uhr in der Mehrzweckhalle Laupersdorf. Es sprechen u.a. Regierungsrat Peter Gomm, Polizeikommandant Thomas Zuber sowie Stefan Moll-Thissen, der Direktor der mit dem Betrieb beauftragten ORS. Einen Erfahrungsbericht gibt es vom Selzacher Gemeindepräsidenten Viktor Stüdeli, wo es bereits ein Durchgangszentrum gibt.

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