Umstritten
Berner Ärzte beschweren sich – wie läuft Notfalldienst im Kanton Solothurn?

In der Nachbarschaft ist der Notfalldienst umstritten. Teilweise haben schon mobile Ärzte den Dienst übernommen. Wie sieht die Situation im Kanton Solothurn aus?

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Im Kanton Solothurn funktioniert der Notfalldienst offenbar.

Im Kanton Solothurn funktioniert der Notfalldienst offenbar.

Susi Bodmer

Die Bundesvorgabe ist klar: Die Kantone stellen einen ärztlichen Notfalldienst sicher. Während dessen Organisation in Bern zu reden gibt, weiss der Co-Präsident der Gesellschaft der Ärztinnen und Ärzte des Kantons Solothurn (GAeSO) vorwiegend Gutes zu berichten: «Seit einem Jahr gilt das neue Notfalldienstreglement», sagt Florian Leupold.

«Die Notfallversorgung funktioniert bestens.» Klar würden die Notfalldienste «von vielen freiberuflich praktizierenden Kolleginnen und Kollegen als lästig empfunden, aber das gehört nun mal dazu», kommentiert Leupold.

Beschwerden von Teilzeit arbeitenden Müttern oder Vätern dagegen sind dem Breitenbacher Arzt bisher nicht gehäuft zu Ohren gekommen. So betrachtet sei auch die oft zitierte Feminisierung als Ursache für Kritik kein Thema. Und für Spezialisten, denen es unmöglich ist, hausärztliche Notfalldienste zu leisten, gibt es eine zweckgebundene Ersatzabgabe.

«Als Verband sind wir uns bewusst, dass wir uns dieser Herausforderung werden stellen müssen», so GAeSO-Co-Präsident Leupold. Eine Professionalisierung des ärztlichen Notfalldienstes sei denkbar. «Doch dafür müsste die persönliche Pflicht zum Notfalldienst übertragbar werden.» (sat)

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