Zusammenarbeit
Bern und Solothurn spannen beim Recycling von Baustoffen zusammen

Dem Baustoffrecycling weiteren Schwung verleihen: Das wollen die Kantone Bern und Solothurn mit einem gemeinsam erstellten Merkblatt erreichen.

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Die Kantone Bern und Solothurn spannen beim Recycling von Baustoffen zusammen (Themenbild).

Die Kantone Bern und Solothurn spannen beim Recycling von Baustoffen zusammen (Themenbild).

Keystone

Dieses enthält Verwendungsempfehlungen für mineralische Recycling-Baustoffe. Die Behörden und die Kieswirtschaft beider Kantone wollen den Einsatz von wiederverwertbaren Baustoffen fördern und damit wertvolle Ressourcen und knappen Deponieraum schonen, wird argumentiert. Der gemeinsame Auftritt der vier Partner – Bau-, Verkehrs- und Energiedirektion des Kantons Bern, Bau- und Justizdepartement des Kantons Solothurn sowie bernischer und solothurnischer Kiesverband – unterstreiche das gemeinsame Streben für eine nachhaltige Kreislaufwirtschaft.

Der Anteil der mineralischen Recycling-Baustoffe am gesamten Kiesausstoss nimmt ständig zu. In den letzten zehn Jahren hat er sich verdoppelt und beträgt heute um die 20 Prozent. Damit stammt jeder fünfte Stein, der heute verbaut wird, aus rückgebauten Strassen oder Gebäuden. «Dieser Trend dürfte sich fortsetzen. Um den Absatz sicherzustellen, braucht es Anstrengungen auf verschiedenen Ebenen», halten die beiden Kantone fest. Die Kenntnisse der Einsatzmöglichkeiten würden dabei eine wichtige Rolle spielen und hier setze das Merkblatt an.

Öffentliche Hand als Vorbild

Recyclingbaustoffe seien gleichwertig zu Baustoffen aus primärer Quelle, trotzdem gebe es nach wie vor Vorbehalte bezüglich Qualität und Preis. «Aus diesem Grund braucht es vonseiten der Bauherren und Ingenieure eine Portion Überzeugung, um den Recycling-Baustoffen gegenüber Baustoffen aus primärer Quelle den Vorzug zu geben.» Die öffentliche Hand spiele diesbezüglich eine wichtige Rolle: «Die Kantone Bern und Solothurn wollen eine Vorbildfunktion einnehmen, um damit auch Gemeinden und Private für den Einsatz von Recycling-Baustoffen zu überzeugen.» In der Broschüre werden die Einsatzmöglichkeiten der verschiedenen Recycling-Baustoffe detailliert aufgezeigt. Anwender – Bauunternehmungen, Bauherren und Planer – sollen damit eine grössere Sicherheit im Umgang mit diesen Stoffen erhalten. (mgt)

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