Hitze
Bereits am sommerlichen Pfingstwochenende hiess es «Hopp Schwitz!»

Plötzlich waren sie da: der Sommer und die Hitze. Und alle tun, was in diesem Fall zu tun ist: Ab in die Berge, ab ans Wasser, abtauchen. Vielleicht auch ganz einfach zur Siesta am Schatten. Wir waren dabei.

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Die Wanderwege auf den Weissenstein wurden am Pfingstwochenende rege genutzt.
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Bei den sommerlichen Temperaturen kann der Aufstieg zwar mühsam sein, ...
... die Aussicht auf dem «Gipfel» entschädigt jedoch für die Mühe.
Ganz oben angekommen, darf eine kleine Pause eingelegt werden.
Danach geht es wieder gemütlich bergab ...
... und auch dabei kann man die Landschaft geniessen.
Ein anderer Weg ins Tal: mit dem Paragleiter.
Dafür war das Wetter am Wochenende perfekt ...
... und die Aussicht von da oben ist sicher auch nicht schlecht.
Mit dem Mountainbike ging es für manchen über Stock und Stein ...
... oder einfach über Wiesen und Feldwege.
Dieses Fohlen schein wohl auch ein wenig Durst zu haben, ...
... während sein Artgenosse nur verträumt in die Ferne starrt.
Dieser Kollege wiederum, scheint etwas im Sinn zu haben.
Das gehört einfach zum Sommer: ein schönes, kaltes Eis.
Auf dem Burgäschisee war am Wochenende mehr als nur ein Boot unterwegs.
Schaukeln am Burgäschisee.
Ein Sprung ins kalte Wasser ...
... bringt die ersehnte Abkühlung.
Grillieren am Wasser gehört mindestens so sehr zum Sommer wie Baden gehen und Eis essen.
Bei diesem Wetter durfte man auch einfach faul sein und nichts machen.
Die Badi Solothurn war am Wochenende gut besucht.
In der Badi gibts allerlei möglichkeiten, sich die Zeit zu vertreiben.
Der Sprung vom 10-Meter-Brett ist eine Möglichkeit, den Weg ins kühle Nass zu finden.
Auch das Volleyballfeld wurde rege genutzt ...
... und das nicht nur, zum Volleyball spielen.
Abendstimmung an der Aare in Solothurn.
An der Hafebar «herrschte» reges Treiben.
Bei dem Wetter liess sich das Bier an der Aare richtig geniessen.
Auch die Aussicht aufs andere Aareufer konnte sich sehen lassen.
Ein wenig früher am Tag, war auch an der Aare Badevergnügen angesagt.
Manche trieben gemütlich auf der Aare dahin, ...
Das sommerliche Pfingstwochenende in Solothurn
Manche sogar von anderen Orten als nur dem Flussufer.

Die Wanderwege auf den Weissenstein wurden am Pfingstwochenende rege genutzt.

Tina Dauwalder und Thomas Ulrich

39 Grad! Nein, diese Anzeigetafel bei der Landi Lohn spinnt. Im Auto zeigts eine Aussentemperatur von 32,5 Grad an. Zuhause waren es noch gute 28 gewesen. Fest steht eins: Es ist heiss. Wie noch nie an Pfingsten. Doch dann geht es am «ringsten» - jedenfalls für die Bauern. Sie heuen, während sich alles in die Badi drängt, in die Höhe flieht, am Schatten liegt.

Kurz vor der Waldeinfahrt ob Lüterkofen ist alles, was heuen kann, um den Traktor versammelt. Das Sommer-Zeitfenster mit heissem, trockenen Wetter ist halt ausnahmsweise auf Pfingsten gefallen. Nichts da mit frei haben, grillen, baden und Glace schlecken. Das Gras ruft.

Wenn alles baden geht

Vor der Badi Solothurn geht am Pfingstmontag nicht mehr viel. Schon am Sonntag seien 3900 gekommen. «Und heute werden es wohl noch mehr», ruft Chefkassiererin Beatrice Känzig über die Köpfe der Warteschlange hinweg. Auf der Aare dümpelt eine platschvolle «Siesta» vorbei - vor dem «Grünen Aff» in Altreu musste man diese Pfingsten nicht nur auf ein paar schlotternde Storchen-Fans warten.

Im Eichholz Gerlafingen freut sich Chefbadmeister Roland Wälchli über den Grossaufmarsch in seine Badi: «30 Grad müssen es sein. Bei 25 Grad kommt niemand». Die Leute wollen Hitze pur, aber auch das Wasser brauche mindestens 25 Grad. Die 2700 Besucher am Pfingstsonntag haben solche Top-Bedingungen gehabt. «Und der Montag ist ein geschenkter Tag dazu», so Wälchli, der auf eine Supersaison wie 2003 hofft. «Der Mai war schon besser als im Vorjahr», jetzt müsse der Sommer nur «ahänke».

Volles Haus am Berg

Unten, im Lichtermeer pulsiert das Solothurner Sommernachtleben an der Aare-Riviera auf Hochtouren. Dabei wäre es oben auf dem Weissenstein so richtig zum Aushalten. Jetzt, wo das Kurhaus jeweils bis 22 Uhr geöffnet hat. «Am Sonntag sassen bis dann Gäste auf der Terrasse», zieht Kurhaus-Direktor Felix Schwärzler eine äusserst positive Pfingst-Bilanz.

«Um Mitternacht hatten wir am Sonntag bei uns oben noch 24 Grad», verweist er auf Ausnahmebedingungen, wie sie sonst kaum je vorkommen. «Und erstmals war das Hotel über das Wochenende ausgebucht, die Terrasse tagsüber voll.» Auch die Parkplätze - doch hätten sie gerade noch gereicht.

Und damit ist die Frage aller Fragen im Raum: Wie lange hält das heisse Sommerwetter noch an? «Wie siehts bei mir oben mit Heuen aus?», wollte der Jura-Viehzüchter Ruedi Odermatt am Solothurner Märet wissen. Nun, die Prognosen heuen eben auch. Die grösste Hitze ist wohl bald vorbei, ein Gewitterregenguss liegt allemal drin. Aber Sommer bleibts.