Olten

Benevol: «Das Interesse an der Freiwilligenarbeit wächst laufend»

Der Vorstand des Solothurner Vereins Benevol zusammen mit den Referentinnen vom Oltner Altersheim Stadtpark von links Cornelia Filippini, Rosmarie Wyss, Kurt Schibler, Irene Hochstrasser, Markus Haller, Willfried Epprecht, Sandra Zimmerli und Brigitta Küry.

Der Vorstand des Solothurner Vereins Benevol zusammen mit den Referentinnen vom Oltner Altersheim Stadtpark von links Cornelia Filippini, Rosmarie Wyss, Kurt Schibler, Irene Hochstrasser, Markus Haller, Willfried Epprecht, Sandra Zimmerli und Brigitta Küry.

Für seine 8. Mitgliederversammlung war die Verein «Benevol» zu Gast im Oltner Stadtpark. Dabei stellt die Vermittlungsstelle für Frewilligenarbeit fest, dass das Interesse an ehrenamtlicher Arbeit laufend zunimmt.

«Freiwilligenarbeit hat Hochkonjunktur», stellte Rosmarie Wyss, die Geschäftsleiterin von Benevol des Kantons Solothurn, in ihrem Jahresbericht fest. Der Ruf nach Freiwilligen nehme zu, nicht zuletzt im Zusammenhang mit der demografischen Entwicklung. Dadurch wächst bei den Organisationen und Institutionen die Einsicht, dass es am nachhaltigsten ist, wenn sie die Freiwilligen fachlich gut begleiten. Die Nachfrage nach beratender Unterstützung durch Benevol habe deswegen auch im vergangenen Jahr frappant zugenommen, bilanzierte Rosmarie Wyss.

Die Erfahrung zeigt, dass Freiwillige sich vor allem in ihrer näheren Umgebung engagieren; sie wollen einen Bezug haben zum Umfeld, in dem sie freiwillig Arbeit leisten. Deshalb rekrutieren die Organisationen ihre Freiwilligen am erfolgreichsten in ihrem eigenen Umfeld. Benevol steht ihnen mit Rat und Tat zur Seite. Neben der individuellen Unterstützung bietet Benevol überdies Kurse an, demnächst in Zusammenarbeit mit der Volkshochschule einen Einführungskurs in die Freiwilligenarbeit und einen Informationsabend zum Thema «Freiwilligenarbeit und Gesetz».

Internet für Engagements

Als Erfolgsgeschichte entpuppt sich die Internetplattform Benevol-Jobs. Die Mitgliedsorganisationen können dort ihre Einsätze ausschreiben; die Interessierten wählen dann ihre Stellen, wo sie ihren freiwilligen und ehrenamtlichen Dienst leisten wollen, direkt im Internet aus. Allein über die Homepage des Benevol Solothurn wurde die Plattform über 700 Mal angeklickt. Geschäftsleiterin Rosmarie Wyss lobte auch den von Alois Wirth - ebenfalls in Freiwilligenarbeit - betreuten Newsletter als unverzichtbares Kommunikationsmittel.

Das Interesse an der Freiwilligenarbeit und die Mitgliederzahl wachse laufend, konnte Präsident Markus Haller sich in seinem Jahresbericht freuen. Gleichzeitig nehme die Arbeit zu, die Geschäftsstelle sei voll ausgelastet. Deshalb seien Massnahmen ins Auge zu fassen, wie das Wachstum in Zukunft bewältigt werden kann. Die Beiträge des Kantons aus der Leistungsvereinbarung decken nicht alle Aufwendungen. Benevol ist deshalb auf Patenschaften angewiesen.

Neues Vorstandsmitglied

Die statutarischen Geschäfte wickelte Benevol-Präsident Markus Haller zügig ab. Die Mitgliederversammlung verabschiedete die Jahresberichte und Jahresrechnung diskussionslos. Für den zurücktretenden Pino Caci wurde Brigitta Küry in die Vereinsleitung gewählt. Brigitta Küry ist Sozialarbeiterin bei der Sozialregion Dorneck Thierstein und wohnt in Hofstetten. Der Vorstand setzt sich also zusammen aus Markus Haller (Präsident), Irene Hochstrasser (Finanzen), Kurt Schibler (Öffentlichkeitsarbeit), Willfried Epprecht und Brigitta Küry sowie Geschäftsleiterin Rosmarie Wyss.

Freiwilligenarbeit konkret

Sandra Zimmerli, die Heimleiterin im Altersheim Stadtpark, stellte das Konzept der Freiwilligenarbeit in ihrem Hause vor. Freiwilliges Engagement wird im Stadtpark in den Bereichen Besuchs- und Begleitdienst geleistet. Die Freiwilligen bereichern den Pensionärinnen und Pensionären den Tag mit Spaziergängen, gemeinsamen Kommissionen, Spielen und Gesprächen. Mit allen Freiwilligen wird in einem einleitenden Gespräch die Motivation und Verfügbarkeit geklärt und anschliessend eine Einsatzvereinbarung getroffen, erklärte Zimmerli.

Cornelia Filippini, Aktivierungstherpeutin im Altersheim Stadtpark, ergänzte die Ausführungen von Heimleiterin Sandra Zimmerli mit praktischen Beispielen. Aktuell sind elf freiwillige Mitarbeiter im Einsatz. Einige kommen stundenweise, andere bringen fertige Projekte und führen sie nach Absprache mit der Heimleitung selbstständig durch. Das Pflegepersonal hat grosse Wertschätzung für die ehrenamtliche und freiwillige Arbeit als Entlastung und Bereicherung im Betreuungsalltag, fasste Filippini ihre Ausführungen zusammen.

www.benevol-so.ch

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