Öffentliche Planauflage
Belchentunnel: Die bestehenden Röhren werden ab 2021 saniert

Die beiden Tunnelröhren am Belchen werden ab 2021 in Stand gesetzt. Das teilt das Bundesamt für Strassen (ASTRA) mit. Die öffentliche Auflage des Projekts findet bis am 8. Juli statt. Die Dossiers können beim Kanton Basel-Landschaft und bei der Gemeinde Eptingen eingesehen werden.

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Der Belchentunnel wird saniert. (Archiv)

Der Belchentunnel wird saniert. (Archiv)

Keystone

Der Belchentunnel, der den Kanton Solothurn mit dem Kanton Basel-Land verbindet, wurde 1970 eröffnet. Er besteht aus zwei Doppelspurröhren, die je 3.2 km lang sind. Bereits während des Baus des Tunnelsystems wurden «teils erhebliche Verformungen und Rissbildungen im Sohlbereich, im Parament und im Gewölbe als Folge von Quellhebungen des Gebirges festgestellt», heisst es im Schreiben des ASTRA. Trotz «mehrfacher Sanierungsmassnahmen sind die Bauwerksschäden teilweise weit fortgeschritten», oder entwickeln sich gar weiter, weshalb weitere Massnahmen nötig sind. Die Kosten für die Instandsetzung des bestehenden Tunnelsystems: 423 Millionen Franken.

Für die Arbeiten muss jeweils eine Röhre rund fünf Jahre lang gesperrt werden. «Seit 2014 laufen die Bauarbeiten für den westlich der beiden bestehenden Tunnelröhren verlaufenden Sanierungstunnel. Im Jahre 2021 soll dieser in Fahrtrichtung Luzern dem Verkehr übergeben werden», informiert das ASTRA. Mit dem Sanierungstunnel soll es während der Erneuerungsmassnahmen an den alten Röhren zu keinen Verkehrseinschränkungen kommen.

Zuerst wird die mittlere Röhre ausser Betrieb genommen und «vorläufig als Flucht- / Rettungs- und Unterhaltsröhre genutzt.» Gleichzeitig werde die mittlere Röhre so saniert, dass ein sicherer Betrieb bis zur Fertigstellung der Erneuerung der Röhre in Fahrtrichtung Basel sichergestellt ist. Danach wird die Röhre Mitte in Betrieb genommen; und die bestehende Röhre in Fahrtrichtung Basel in Stand gesetzt. Nach deren Inbetriebnahme wird der mittlere Tunnel saniert.

Weiter teilt das ASTRA mit, dass kleinere Massnahmen für die Herstellung einer provisorischen Zufahrtsstrasse ab der Kallstrasse sowie eine provisorische Überfahrbrücke erforderlich sind. «Entlang der Kallstrasse wird eine temporäre Verbreiterung errichtet, damit zwischen Baustellenverkehr und dem Mischverkehr auf der öffentlichen Strasse keine Engstelle bei Kreuzungen entsteht», informiert das ASTRA.