Die Wirtschafts- und Tourismusförderung im Kanton Solothurn soll transparenter werden. Ein Auftrag der Grünen verlangte, dass auf das Wirtschafts- und Arbeitsgesetz oder auf das Landwirtschaftsgesetz gestützte Förderbeiträge ab 5000 Franken ausgewiesen werden müssen. Ebenso seien indirekte Förderungen wie Ermässigungen, Verbilligungen oder Erlasse ab derselben Mindestbegünstigung auszuweisen.

Der Vorstoss blieb im Kantonsrat unbestritten und wurde ohne Gegenstimme erheblich erklärt. Transparenz schaffe Vertrauen, meinte etwa Urs Unterlerchner (FDP, Solothurn). «Der Bürger hat ein Anrecht darauf, zu wissen, wie die Steuergelder verwendet werden», sagte Jacqueline Ehrsam (SVP, Gempen). Für Stefan Hug (SP, Zuchwil) erlaubt die geforderte Transparenz einerseits eine bessere Erfolgskontrolle der Wirtschaftsförderung. Anderseits helfe sie auch mit, Fehlleistungen wie beim Postauto-Skandal zu verhindern. Der Regierungsrat hatte in seiner zustimmenden Stellungnahmen lediglich auf mögliche Konflikte mit dem Datenschutz hingewiesen. Felix Wettstein (Grüne, Olten) sieht hier allerdings kein Problem. Schliesslich sei ja auch öffentlich, wer zum Beispiel Beiträge aus dem Lotteriefonds erhält.