Kulturwoche

Beim Impro-Theater zeigt sich: Die Energie der Kinder ist schwer zu bündeln

Kostüme-Aussuchen gehört auch zum Theaterspielen.

Kostüme-Aussuchen gehört auch zum Theaterspielen.

Die Solothurner Schulen stehen diese Woche im Zeichen der Kultur. Ob Didgeridoo, Theater oder Malerei – Schüler sollen möglichst alle Formen der kulturellen Betätigung kennen lernen.

Wenn man diese Woche im Schulhaus Steinmatt in Derendingen vorbeischaute, fand man im Musikzimmer ein reges Treiben. Die Schulkinder der Klasse 3a kamen in den Genuss eines Workshops, der im Rahmen der Solothurner Kulturwoche angeboten wird. Dieser hier nennt sich «Mit Impro-Theater zu einer Szene» und wird von Susanne Zimmermann, freischaffende Theaterpädagogin und Mitorganisatorin der Solothurner Kulturwochen, geleitet.

«Vorhang auf!», ertönt die Stimme eines jungen Mädchens. Man findet sich in einem Zirkus wieder, in welchem sich drei Tänzerinnen für ihren Auftritt vorbereiten. Sie müssen jedoch feststellen, dass sie nicht tanzen können. Da sich per Zufall ein berühmter Breakdancer in der Manege befindet und spontan beschliesst, sie in seiner Kunst zu unterweisen, wendet sich am Schluss alles zum Guten.

Herumtollen und Konzentration

Die Kinder sind vom Impro-Theater begeistert und lassen ihrer Kreativität vollen Lauf. Dabei fällt jedoch auf, dass die Energie der Kinder schwer zu bündeln ist. Die Szene wandelt sich rasch in ein Herumtollen, und ein roter Faden ist nicht mehr zu erkennen. «Beim ersten Kontakt mit dem Impro-Theater reagieren Kinder oft so», erklärt Susanne Zimmermann. Auch wenn die Konzentration nicht bei allen auf dem gleichen Niveau ist, geben sich die Kinder Mühe und lassen sich auf die Zusammenarbeit mit Zimmermann ein.

In der ersten Hälfte des Morgens werden die Kinder auf das Theaterspielen eingestimmt und vorbereitet. Es gibt Übungen zur gezielten Wahrnehmung von Körper und Geist. In der zweiten Hälfte werden kleine Gruppen gebildet. Zuerst werden die Kostüme ausgewählt, danach folgt die Vereinbarung einer Ausgangslage, auf welcher dann eine Szene aufbaut.

Körperkontakt spielt bei den Kindern eine grosse Rolle, Dialoge kommen im Spiel etwas zu kurz. Bei den Jungen gibt es Verfolgungsjagden und Raufereien, während die Mädchen sich mehr auf Tanz und Akrobatik konzentrieren. «Ende», ertönte es, wenn die Schauspielerinnen und Schauspieler das Gefühl hatten, mit ihrem Stück fertig zu sein. Organisiert wird die Kulturwoche von der Interessengruppe «Kunst im Bildungsbereich». Sie verfolgt damit das Ziel, den Kindern kulturelle Genres näherzubringen.

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