Mit dem Frühlingserwachen kommen auch ungebetene Gäste wieder zurück in die Gärten: so etwa der Buchsbaumzünsler. Dieser Kleinschmetterling tauchte 2007 erstmals in der Schweiz auf. Er stammt ursprünglich aus Ostasien und wurde vermutlich durch den internationalen Handel in Europa eingeschleppt. Garten-, vorwiegend Buchsbaumbesitzer (Buxus sempervirens) sollen sich in diesen Tagen, in denen die Temperaturen steigen, auf die Suche nach der gefrässigen Raupe dieses Schädlings machen. Denn die Frassschäden, die vom Buchsbaumzünsler angerichtet werden, können bis zum völligen Absterben der befallenen Buchsbäume führen. Da die Raupe giftig ist, wird sie von der heimischen Vogelpopulation in der Regel nicht gefressen. Die schwarz-grüne Raupe ist gut getarnt. Man entdeckt sie am ehesten an den Frassspuren an den Blättern und im Innern der Pflanzen.

Täglich ablesen

Bei grösserem Befall sollten Gartenbesitzer Fachpersonen kontaktieren, bei geringem Befall genügt es, die Raupen täglich abzulesen oder abzuklopfen und einzusammeln. Befallene Pflanzenteile und Raupen müssen unbedingt in der Kehrichtabfuhr entsorgt werden und dürfen nicht auf den Kompost gelangen. Auf dem Markt sind Bio-Bekämpfungsmittel auf Bakterienbasis erhältlich.

Gesamte Nordwestschweiz betroffen

Der Buchsbaumzünsler tauchte 2007 erstmals in der Schweiz, in der Region Basel auf. Mittlerweile ist die gesamte Nordwestschweiz bis Bern betroffen. Naturgärtner meinen zwar, das Insekt brauche nicht bekämpft zu werden, da ältere Buchsbäume sich nach einem Befall wieder erholen würden. Dennoch ist die Angst bei Gartenbesitzern verständlich, ist doch der Buchs die am langsamsten wachsende Baumart, die man oft jahrzehntelang gehegt und gepflegt hatte. Der Buchs als Gartenpflanze erlebte, nachdem er schon von den Römern eingesetzt wurde, im Hof des französischen Königs Henri IV. seine Renaissance. Seither ist die ursprünglich aus dem Mittelmeerraum stammende Pflanze in allen Gärten ein äusserst beliebtes Gestaltungselement.(frb/sda)