Abstimmungssonntag
Beide Initiativen fallen in Solothurn deutlich durch – so hat Ihre Gemeinde abgestimmt

Sowohl die Konzernverantwortungs- als auch die Kriegsgeschäfteinitiative konnten das Solothurner Stimmvolk nicht überzeugen. Gross war denn auch die Erleichterung bei den bürgerlichen Parteien.

Balz Bruder
Drucken
Teilen
Der Einsatz von Bundesrätin Karin Keller-Sutter – hier in Olten – verfing an der Urne.

Der Einsatz von Bundesrätin Karin Keller-Sutter – hier in Olten – verfing an der Urne.

bko

Das Solothurner Stimmvolk hat zu beiden nationalen Vorlagen Nein-Mehrheiten geliefert. Und dies ziemlich deutlich: Bei der Konzernverantwortungsinitiative resultierte am Ende eine satte Nein-Mehrheit von 56 Prozent. 97 der 109 Gemeinden lehnten das Volksbegehren ab. Am deutlichsten taten dies Herbetswil, Aedermannsdorf und Mümliswil-Ramiswil mit über 71 Prozent. Es gab aber auch ein Dutzend Gemeinden, das die Vorlage annahm. Nicht überraschend die beiden Städte Solothurn und Olten mit je gut 59 Prozent. Grenchen lieferte dagegen eine Nein-Mehrheit von knapp 60 Prozent. Solothurn leistete damit frühzeitig einen Beitrag zum entscheidenden Nein beim Ständemehr.

Der Kanton ist mit dieser Haltung in guter Gesellschaft mit den Nachbarkantonen, wo die Konzernverantwortungsinitiative ebenfalls einen schweren Stand hatte. Praktisch identisch fiel die Ablehnung im Aargau aus, etwas schwächer im Kanton Basellandschaft. Der Stadtkanton hingegen lieferte mit gut 61 Prozent ein Ja, ebenso wie der Kanton Bern, der bei 54 Prozent Zustimmung landete. Der Ausreisser im Westen war der Jura, der es bei seiner Zustimmung auf fast 69 Prozent brachte.

Befürchtungen über die negativen Folgen waren beträchtlich

Gross war in Solothurn denn auch die Erleichterung bei den bürgerlichen Parteien und insbesondere bei den Wirtschaftsverbänden über die Ablehnung der Konzernverantwortungsinitiative. Denn die Befürchtungen über die negativen Folgen der Umsetzung für den Werkplatz waren beträchtlich. Etwas weniger ausgeprägt war dies bei der Kriegsgeschäfteinitiative, obwohl auch hier wirtschaftspolitische Interessen auf dem Spiel standen.

Doch die Verhältnisse lagen hier im Kanton Solothurn noch klarer als bei der Konzernverantwortungsinitiative: Mit 63 Prozent Nein war das Verdikt auch hier deutlich. Einzig Solothurn, Olten, Wisen, Gempen, Dornach, Bärschwil und Rodersdorf sprachen sich auch für dieses Volksbegehren aus. Die höchste Ablehnung lieferte mit 86 Prozent die Gemeinde Herbetswil, gefolgt von Kammersrohr mit 85 und Gänsbrunnen mit 83.

Aktuelle Nachrichten