Handelskammer

Bei Solothurner Warenexporten ist von «brutalem Einbruch» die Rede

Besonders hart trifft es den Bereich «Präzisionsinstrumente, Uhren und Bijouterie». (Archiv)

Besonders hart trifft es den Bereich «Präzisionsinstrumente, Uhren und Bijouterie». (Archiv)

Der Solothurner Exportwirtschaft geht es nach wie vor schlecht. Nachdem die Solothurner Handelskammer bereits Anfang Jahr von bescheidenen Ergebnissen, im März dann von ersten Rückgängen wegen Corona berichtete, ist nun gar von einem «brutalen Einbruch» im April die Rede. Gar vom Grössten seit dem Beginn einer Messreihe im Jahr 1995. Um 29,1 Prozent gingen die nominalen Ausfuhren gemäss den provisorischen Ergebnissen der Eidgenössischen Zollverwaltung gegenüber dem Vorjahresmonat zurück – schweizweit waren es 16,2 Prozent.

Im Kanton habe die Coronakrise «voll durchgeschlagen. Besonders hart trifft es laut Handelskammer die Präzisionsindustrie (Präzisionsinstrumente, Uhren und Bijouterie). In dieser Branche werden Einbussen von knapp 42 Prozent verzeichnet. Auch in den anderen Exportwarengruppen – mit Ausnahme von Nahrungs- und Genussmitteln – werden «deutliche Rückgänge» verzeichnet. Die Exporte der Warengruppe «Maschinen, Apparate, Elektronik» gingen um 16,9 Prozent zurück, jene der Metallindustrie um 23,3 Prozent.

Wie die Handelskammer zudem schreibt, gingen im April die Nachfragen aus allen Absatzmärkten zurück. «Die Ausfuhren nach Asien gingen um 27 Prozent zurück, jene nach Nordamerika um 28,5 Prozent und jene nach Europa um 29,6 Prozent.» (szr)

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