Bahnverkehr

Bei Intercity-Neigezug löst sich Kardanwelle und beschädigt Geleise

ICN auf der Strecke Mattstetten-Rothrist (Archiv)

ICN auf der Strecke Mattstetten-Rothrist (Archiv)

Bei einem von Solothurn nach Olten fahrenden Intercity-Neigezug hat sich am Montagmorgen die Kardanwelle gelöst. Dabei wurde die Bahninfrastruktur beschädigt. Der ICN konnte zwar seine Fahrt fortsetzen, wurde aber in Zürich einer Kontrolle unterzogen.

Die Neubaustrecke zwischen Rothrist AG und Mattstetten BE konnte während rund drei Stunden in Fahrtrichtung Bern-Olten nicht mehr befahren werden, wie die SBB mitteilte.

Die Kardanwelle befindet sich zwischen einem Fahrmotor und dem Getriebe eines Drehgestells. Diese löste sich und beschädigte das Gleis.

Die Reisezüge in Fahrrichtung Olten mussten bis zur Abklärung der genauen Schäden vor Ort über die alte Linie umgeleitet werden und erhielten Verspätungen von rund 10 Minuten. Um 11 Uhr wurde die Strecke wieder für den Verkehr freigegeben.

Das Ganze wurde zuerst irrtümlich als Stellwerkstörung bezeichnet. Der beschädigte ICN konnte seine Fahrt bis Zürich fortsetzen und wurde dort untersucht. Nach einer ersten Einschätzung geht die SBB von einem Einzelfall aus.

Letzte Kontrolle am Samstag

Die Kardanwellen der ICN-Züge werden in einem Rhythmus von zehn Tagen kontrolliert. Beim betroffenen Zug war dies letztmals am Samstag der Fall. Die Ursache für den Zwischenfall wird derzeit von Spezialisten der SBB abgeklärt. Noch ist unklar, weshalb sich die Kardanwelle löste und die Bahninfrastruktur beschädigen konnte.

Die 44 ICN der SBB verkehren heute vor allem auf der West-Ost Achse via Jurasüdfuss und durch den Gotthard. Seit Juni 2012 führt das Industriewerk Yverdon für rund 130 Millionen Franken eine Grossrevision der Fahrzeuge durch. Die Arbeiten dauern noch bis 2019.

Vorübergehend unterbrochen war am Montagvormittag auch die Bahnstrecke zwischen Steinhausen ZG und Zug. Hier war der Grund eine defekte Schweissnaht.

Meistgesehen

Artboard 1