Bosch/Scintilla Zuchwil
Bei einem der grössten industriellen Arbeitgeber im Kanton kommt es nicht zur Verlagerung

Befürchtungen, es könne zu Veränderungen kommen, stehen seit einer internen Veranstaltung im Raum. Das Management von Bosch betont, dass es nicht um Stellenabbau gehe.

Franz Schaible
Merken
Drucken
Teilen
Das Management von Bosch /Scintilla entgegnet den Befürchtungen des Personals, es könne zu einer Verlagerung kommen.

Das Management von Bosch /Scintilla entgegnet den Befürchtungen des Personals, es könne zu einer Verlagerung kommen.

Keystone/EPA/HARRY MELCHERT

Kommt es am Standort Zuchwil des deutschen Bosch-Konzerns zu weiteren Veränderungen? Diese Befürchtung wurde nach einer internen Veranstaltung jedenfalls dieser Zeitung zugetragen. «Das ist so nicht richtig», erklärt Ute Lepple, Bosch-Repräsentantin in der Schweiz und Mitglied der Scintilla-Geschäftsleitung.

Richtig sei, dass es innerhalb des gesamten Bosch-Konzerns weltweit um ein Projekt der Transformation gehe; in dessen Rahmen sollen die einzelnen Unternehmensteile noch schneller und agiler werden, um auf den Weltmärkten bestehen zu können.

Dabei würden auch die Führungsstrukturen und die Verantwortlichkeiten unter die Lupe genommen. In Zuchwil habe nun durch die Leitung des Produktbereichs Zubehör vergangene Woche eine entsprechende Auftaktveranstaltung für den dort angesiedelten Bereich Zubehör stattgefunden. Diese werde weltweit durchgeführt.

«Es ist keine Restrukturierung und es gibt überhaupt keine Pläne, den Bereich Zubehör zu verlagern», versichert Lepple. Dies sei an der Veranstaltung klar kommuniziert worden. Der Tranformationsprozess dürfe nicht mit der Standortfrage verknüpft werden.

Dabei könne es zwar bei vereinzelten Mitarbeitenden zu Veränderungen der Arbeitsinhalte kommen, aber es gehe nicht um einen Stellenabbau. Ein Beispiel: Falls ein Vorgesetzter oder eine Vorgesetzte künftig eher als Coach arbeiten solle, dann müsse diese Person auch ihren Führungsstil anpassen.

Entscheid über Areal bis Ende Jahr

Für die bereits im Sommer skizzierte Zukunft des Industrieareals von 35 000 Quadratmeter in Zuchwil gebe es vorerst keine Neuigkeiten. Zwei Alternativen stünden weiterhin im Vordergrund: Verkauf des gesamten Areals und Scintilla/Bosch mietet sich für die benötigte Fläche ein. Oder Verkauf des Areals und Neubau auf dem Parkplatz neben dem Personalrestaurant für die verbliebenen Aktivitäten.

Es gebe ernsthafte Kaufinteressenten für das Areal, aber spruchreif sei noch nichts. «Wir hoffen, dass wir bis Ende des laufenden Jahres über die Zukunft informieren können», so Lepple.

Auch nach der Verlagerung der Fertigung nach Ungarn bleibt Bosch in Zuchwil präsent. Nach Angaben im Sommer beschäftigt die Scintilla AG mit dem globalen Headquarter für das Elektrowerkzeug-Zubehör inklusive Servicefunktionen 330 Angestellte.

Hinzu kommen in Zuchwil 40 Arbeitsplätze im Bereich Vertriebsaktivitäten bei der Bosch Schweiz AG. Scintilla/Bosch bleibt einer der grössten industriellen Arbeitgeber im Kanton.