Der Regierungsrat hat an der Sitzung vom Dienstag den Geschäftsbericht der Staatsanwaltschaft für das Jahr 2013 zur Kenntnis genommen. Insgesamt sind 2013 rund 1 000 Fälle mehr eingegangen als im Vorjahr. Obwohl auch mehr Fälle bearbeitet, ist die Pendenzenlast um rund 500 Fälle gestiegen. Dies gibt die Staatsanwaltschaft in einer Medienmitteilung bekannt.

Besonders Geschäfte im Zusammenhang mit Verbrechen und Vergehen haben zugenommen und mit fast 6 000 Eingängen einen neuen Rekordwert erreicht. Darunter sei eine hohe Anzahl arbeitsintensiver Geschäfte, so auch viele vollendete oder versuchte Tötungsdelikte. Die Anzahl Haftfälle sei im Vergleich zum Vorjahr zwar gesunken, liege aber immer noch etwa 25 Prozent über den Planungswerten.

Chronische Überlastung

Weiter teilt die Staatsanwaltschaft mit, dass die Abteilung Olten und der Bereich Organisierte Kriminalität chronisch überlastet sind. Für die Abteilung Olten sei absehbar, dass die zusätzliche Staatsanwaltsstelle, welche ursprünglich nur bis zum Ende 2014 bewilligt gewesen sei, weitergeführt werden müsse.

Die Hauptursache für die Überlastung wird darin gesehen, dass der Raum Olten eine veritable Drehscheibe in den Bereichen Betäubungsmittel und Menschenhandel/Förderung der Prostitution darstelle und darin, dass solche Verfahren immensen Aufwand verursachen können.

Der vollständige Geschäftsbericht kann auf der Website des Kantons eingesehen werden. (mgt)