Balsthal

Bei den Transpörtlern sitzt neu die SVP am Steuer

Der Astag-Sektionsvorstand (v.l.) Urs Schmid, Alfred Bräker, Martin Schwab, Josef Weibel, Corinne Maier, Peter Kambli, PiaRyser, Peter Eggenschwiler, Nicole Huser, Roland Kocher und Daniel Graf (es fehlen Christian Imark und René Leclerc).

Der Astag-Sektionsvorstand (v.l.) Urs Schmid, Alfred Bräker, Martin Schwab, Josef Weibel, Corinne Maier, Peter Kambli, PiaRyser, Peter Eggenschwiler, Nicole Huser, Roland Kocher und Daniel Graf (es fehlen Christian Imark und René Leclerc).

Die Sektion Solothurn des Schweizerischen Nutzfahrzeugverbands (Astag) wählte an der Generalversammlung in Balsthal erstmals einen Politiker zu ihrem Präsidenten: SVP-Kantonsrat Christian Imark aus Fehren.

Peter Eggenschwiler, Sektionspräsident seit 2009, hatte auf die diesjährige Generalversammlung seinen Rücktritt erklärt. Bei der Neubesetzung kam es zu einem Richtungswechsel: «Es ist ein gewollter Entscheid des Vorstands. Der neue Präsident soll kein Transpörtler mehr sein, sondern ein Politiker», erklärte der scheidende Vorsitzende. Eggenschwiler, Inhaber einer Transportfirma in Balsthal, schlug den 52 anwesenden stimmberechtigten Mitgliedern Christian Imark (geboren 1982) zur Wahl vor.

Imark selber war nicht anwesend; er stellte sich in einem Video kurz vor. Der gelernte Polymechaniker aus Fehren sitzt seit 2001 für die SVP im Kantonsrat. Er wurde grossmehrheitlich bei zwei Enthaltungen gewählt. Auf seinen Wunsch bleibt Peter Eggenschwiler vorderhand im Vorstand.

Zentrale Nachwuchsförderung

Zu einem Wechsel kam es auch im Sekretariat. Nicole Huser, im Amts seit 2009, reichte ebenfalls ihre Demission ein. Ihre Stelle übernimmt nun Corinne Maier. Mit Martin Schwab und Josef Weibel erklärten zwei langjährige Vorstandsangehörige ihren Rücktritt. Sie wurden zu Ehrenmitgliedern gewählt. Als neue Kraft in den Vorstand wählten die Anwesenden den Egerkinger Inhaber einer Transportfirma, René Leclerc. Der Vorstand setzt sich also zusammen aus Christian Imark (Präsident), Roland Kocher (Vizepräsident), Alfred Bräker, Peter Eggenschwiler, Daniel Graf, Peter Kambli, René Leclerc, Pia Ryser, Urs Schmid und Corinne Maier (Sekretariat).

Präsident Peter Eggenschwiler hielt Rückblick auf das vergangene Jahr und seine ganze Präsidialzeit. «Das Transportgewerbe braucht dringend Nachwuchskräfte», hielt er fest: «Die Ausbildung ist das Herz unserer Tätigkeit.» Der Solothurner Astag sei in der Berufsbildung sehr aktiv. Er habe in den letzten fünf Jahren neue Lehrbetriebe aktivieren können, motivierte Unternehmen, die bereit sind, junge Berufsleute für die Branche zu begeistern. 2012 sei mit einer Statutenänderung der Fonds für berufliche Grundbildung und Imageförderung auf eine Basis gestellt worden. Sämtliche 168 Verbandsmitglieder des Kantons bezahlen jährlich pro Fahrzeug ihrer Flotte 20 Franken in den Berufsbildungsfonds. Mit diesem Geld werden die Lehrbetriebe finanziell (2014 mit knapp 45 000 Franken) unterstützt. Derzeit sind 22 Lernende bei 15 Firmen in Ausbildung. «Ich bin positiv gestimmt, dass bis zum Lehrbeginn im Spätsommer alle Betriebe ihre Lernenden gefunden haben», äusserte sich Eggenschwiler überzeugt. Bei der Schweizer Meisterschaft Swiss Skills der besten Nachwuchsleute erreichten zwei Strassentransportfachleute aus der Sektion den Halbfinal.

Nicht nur beim Berufsbildungsfonds seien die Solothurner vorbildlich, sondern auch bei den Anstellungsbedingungen. Die gemeinsame Lohnvereinbarung mit dem Arbeitnehmerverband Routiers Suisse unterstreiche die Rolle des Solothurner Astag als Türöffner, so Eggenschwiler. Als Gäste überbrachten Gemeindepräsident Roland Stampfli und Reto Jaussi von Astag Schweiz die besten Grüsse. Die Musikgesellschaft Konkordia Balsthal rundete den Anlass musikalisch ab.

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