Altreu
Bei den Störchen herrschen Frühlingsgefühle

In der Storchensiedlung Altreu sind die ersten Störche eingezogen. Eifrig beginnen sie, den Horst für ihre Brut vorzubereiten. Ob diese den Sommer aber überleben wird, ist ungewiss.

Lea Schreier
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Nach ihrem Ausflug in den Süden, sind die Störche wieder zurück in Altreu
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Nach ihrem Ausflug in den Süden, sind die Störche wieder zurück in Altreu
Nach ihrem Ausflug in den Süden, sind die Störche wieder zurück in Altreu
Nach ihrem Ausflug in den Süden, sind die Störche wieder zurück in Altreu
Nach ihrem Ausflug in den Süden, sind die Störche wieder zurück in Altreu
Nach ihrem Ausflug in den Süden, sind die Störche wieder zurück in Altreu
Nach ihrem Ausflug in den Süden, sind die Störche wieder zurück in Altreu
Nach ihrem Ausflug in den Süden, sind die Störche wieder zurück in Altreu
Nach ihrem Ausflug in den Süden, sind die Störche wieder zurück in Altreu
Nach ihrem Ausflug in den Süden, sind die Störche wieder zurück in Altreu
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Störche in Altreu
Nach ihrem Ausflug in den Süden, sind die Störche wieder zurück in Altreu
Nach ihrem Ausflug in den Süden, sind die Störche wieder zurück in Altreu
Nach ihrem Ausflug in den Süden, sind die Störche wieder zurück in Altreu

Nach ihrem Ausflug in den Süden, sind die Störche wieder zurück in Altreu

Hanspeter Bärtschi

In Altreu ist es seit rund einer Woche vorbei mit der Ruhe: Die Störche sind wieder da. Zurück aus dem Süden, wo die meisten von ihnen den Winter verbracht haben.
Am sonnigen Montagmittag sitzen einige der rund dreissig langbeinigen Vögel in ihren Horsten auf hohen Bäumen oder auf Hausdächern. Viele fliegen aber kreuz und quer umher und sammeln eifrig kleine Äste und Zweige. Denn ihre wichtigste Aufgabe ist momentan, einen möglichst stabilen Horst für ihre Brut zu bauen. «Die Störche möchten - wenn möglich - jedes Jahr im selben Host brüten», erklärt Renata Gugelmann, Mitarbeiterin des Infozentrums Witi. Aus diesem Grund fänden meist auch wieder dieselben Paare zusammen, so die Storchenexpertin. Doch es komme leider vor, dass einer der beiden auf der langen Flugreise verunfalle.

«Viel Freude an den Störchen»

Die intensive Phase des Nestbaus im Frühling geht auch an den Menschen in der Storchensiedlung Altreu nicht spurlos vorbei. «Da ist einiges los». meint die Anwohnerin Susanne Kocher, auf deren Hausdach sich bereits wieder ein Storch eingenistet hat. Mühsam seien für sie der viele Kot und die dreckigen Zweige, welche die Störche oft bei Flügen über ihrem Garten verlieren würden. «Sonst haben wir aber viel Freude an den Störchen», betont Kocher.

Mit der Brutzeit folgt dann eine ruhigere Periode. Anfang April beginnen die Storchenpaare, die drei bis fünf von der Storchenmutter gelegten Eier zu brüten. «Wir sind immer gespannt, wann wir die ersten Storchenbabys sehen können», schildert Kocher. Diese schlüpfen nach 31 Tagen.

Auch Franziska Pfluger, die seit 43 Jahren mitten in Altreu wohnt, beobachtet die Jungvögel gerne. «Sie vermitteln mir Lebensfreude», erzählt sie. Deshalb sei es ihr ein Anliegen, dass die Störche hier ungestört leben könnten. Pfluger spricht damit die geplante Osterweiterung des Grenchner Flughafens an. «Ich bin dagegen, dass die Naturschutzzone durchkreuzt wird, damit ein paar Buisness-Jets hier landen können.»

Wetter entscheidend für Leben

Die grösste Bedrohung für die frisch geschlüpften Störche wird aber nicht der Fluglärm sein - sondern das Wetter. Wenn Ende Mai anstelle von Sonnenschein Kälte und Nässe vorherrschen, kann das Leben der Jungvögel vorbei sein, bevor es richtig begonnen hat. Dies ist im Jahr 2013 geschehen, als nur gerade zwei Jungvögel überlebt haben. «Im letzten Jahr sind in Altreu hingegen 51 Jungstörche aufgewachsen», berichtet Gugelmann. Für den kommenden Frühling und Sommer hofft sie deshalb auf warmes Wetter. Unter diesen Bedingungen können die kleinen Störche gesund aufwachsen und Mitte August gestärkt das erste Mal ihren Weg nach Süden antreten. Um dann in zwei bis drei Jahre wieder nach Altreu zurückzukehren, um hier die nächste Generation an Störchen aufzuziehen.