Menschen mit Behinderung
Bedarfsanalyse durchgeführt und Angebotsplanung entworfen: Regierungsrat schickt Konzept zur Vernehmlassung

Bei der Planung von Angeboten für Menschen mit Behinderung geht es hauptsächlich darum, Versorgungssicherheit zu gewährleisten und Angebote bedarfsgerecht weiterzuentwickeln. Der Regierungsrat hat eine umfassende Analyse durchgeführt und ein Konzept entworfen, das den gesellschaftlichen Entwicklungen Rechnung trägt. Nun schickt er dieses in die Vernehmlassung.

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Eine neue Angebotsplanung ist erarbeitet worden. (Symbolbild)

Eine neue Angebotsplanung ist erarbeitet worden. (Symbolbild)

BRUNOKISSLING

Das Sozialgesetz sehe vor, dass die einzelnen sozialen Leistungsfelder in periodischen Abständen in einer Planung festgehalten werden, wie die Staatskanzlei Solothurn mitteilt. Für die Planungsperiode 2020-2024 habe der Regierungsrat im Bereich Menschen mit Behinderung eine Bedarfsanalyse erstellt und eine Angebotsplanung entworfen und er schicke diese nun in die Vernehmlassung.

Geringes Wachstum des Angebots, aber weitere Diversifizierung

Seit 2015 sei ein deutlich geringeres Wachstum von Plätzen in stationären Angeboten für Menschen mit Behinderung feststellbar. Dies entspreche der Entwicklung in anderen Kantonen. Der Regierungsrat gehe davon aus, dass sich diese Entwicklung in den kommenden Jahren weiter fortsetzen werde.

Umso wichtiger sei eine Diversifizierung der bestehenden Angebote. Insbesondere benötigt werden bedarfsgerechte Plätze für Menschen mit psychischer Beeinträchtigung, ältere Menschen mit Behinderung und gleichzeitigem gerontologischem Pflegebedarf sowie Menschen mit Behinderung und Demenz.

Zudem haben sich die Bedürfnisse und Lebensbedingungen von Menschen mit Behinderung verändert. Dezentrale Wohn- und Lebensformen mit grösstmöglicher Autonomie in der Mitte der Gesellschaft werden zusehends wichtiger. Aus diesem Grund werde zeitnah zusätzlich eine ambulante Angebotsplanung erarbeitet und auf die vorliegende stationäre Angebotsplanung abgestimmt, so die Staatskanzlei weiter.

Eine Planung im partizipativen Prozess

Die neue Angebotsplanung sei unter Einbezug von Menschen mit Behinderungen und Fachpersonen im Behindertenbereich erarbeitet worden. Die in der Analyse erhobenen Erfahrungswerte und Entwicklungsfaktoren seien dabei in die Planung eingeflossen.

Die Vernehmlassung sei eröffnet und dauert bis am 15. Februar 2021. Anschliessend werde die Bedarfsanalyse und Angebotsplanung vom Kantonsrat beschlossen.

Der Regierungsrat sei überzeugt, dass die neue Angebotsplanung für ein bedarfsgerechteres Angebot, mehr Diversifizierung und für eine nachhaltige sowie finanziell gut tragbare Entwicklung sorgen werde. (sks)