Deitingen
BDP kritisiert die «Schachen»-Pläne

Die BDP Kanton Solothurn kritisiert die «Schachen»-Pläne in Deitingen. Die Partei stört sich an der Einbetonierung von Ackerland und setzt sich für den Erhalt von Fruchtfolgeflächen ein.

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Die BDP möchte nicht, dass das Ackerland im Gebiet Schachen in Deitingen zugebaut wird.

Die BDP möchte nicht, dass das Ackerland im Gebiet Schachen in Deitingen zugebaut wird.

Peter Brotschi

Die BDP Kanton Solothurn kritisiert die geplanten Bauvorhaben im Gebiet Schachen in Deitingen – neues Untersuchungsgefängnis, Lastwagenparkplätze – und setzt sich für den Erhalt von Fruchtfolgeflächen ein. Sie bezieht sich dabei auf das Raumplanungsgesetz, das hauptsächlich den Schutz von Kulturland bezweckt. «Die BDP hätte von Bund und Kanton erwartet, dass sie bezüglich verdichtetes Bauen eine Vorbildfunktion einnehmen würden.»

Stattdessen würden sich Kanton und Bund selber diametral zur neuen Gesetzgebung verhalten. «Es wird grossflächig Land eingezont und falls zur Kompensation nicht entsprechend Land ausgezont werden kann, fällt es einfach unter ‹übergeordnetes Recht›. Somit kann weiterhin grossflächig ackerfähiges Land zubetoniert werden.» Die BDP stellt deshalb die Frage, «ob weitere mögliche Standorte für das Untersuchungsgefängnis geprüft wurden, ob es wirklich einen Neubau auf der grünen Wiese geben muss und ob sich der Kanton um einen alternativen Standort für die Lastwagenparkplätze bemüht.»

Die Bevölkerung im Raum Deitingen werde von den Plänen «Im Schachen» stark in Mitleidenschaft gezogen. «Die geplanten Bauvorhaben Quadratmeter Fruchtfolgefläche und lassen andererseits die Attraktivität von Deitingen als Wohngemeinde sinken.» Als Partei, die sich für den Erhalt von Fruchtfolgeflächen einsetze, könne sich die BDP «mit den geplanten Bauten im Gebiet Schachen nicht einverstanden erklären».

Zudem fühlen sich die Landwirte im Stich gelassen. Immer mehr Flächen fallen einerseits Bauprojekten und andererseits Renaturierungsmassnahmen zum Opfer, sodass die Landwirte schauen können, wie sie mit den verbliebenen Flächen überleben. Die BDP erwartet vom Kanton, dass er sich «vehement für den Erhalt von Fruchtfolgeflächen einsetzt». (mgt)

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