Wer kann schon von sich behaupten, bei der Arbeit den ganzen Alpenkranz im Blickfeld zu haben? Natürlich die rund 30 Personen, die täglich beim Umbau und der Erweiterung des Kurhauses Weissenstein beschäftigt sind. Allerdings: Viel Zeit für die Bewunderung der prächtigen Aussicht bleibt in Wirklichkeit nicht. Zu straff ist der Zeitplan, den die Bauherrschaft, die Hotel Weissenstein AG, vorgegeben hat: Bereits im nächsten Spätsommer soll das Kurhaus in frischem Glanz und der neue «Panorama»-Glaskubus eröffnet werden können.

Dank des vollen Einsatzes der Arbeiter und des guten Wetters der letzten Monate beträgt der Rückstand auf die Planung nur rund eineinhalb Wochen. «Wir kommen gut voran», bestätigt Peter Sebel, Bauführer bei der Firma Galli AG. Da für Ende Oktober bereits der Beginn der Aufbauarbeiten für die Stahlkonstruktion des «Panorama»-Anbaus eingeplant ist, sei nun aber ein zusätzlicher Effort zu leisten.

Die Zeit drängt umso mehr, als der Winter – und damit Schneefälle – nahen. «Wenn die Strasse mal weiss ist, dann wirds schwierig, mit den Lastwagen voll Baumaterial auf den Berg zu kommen», ist sich Bauführer Sebel bewusst. Darum stirbt die Hoffnung zuletzt, dass auf den trockenen Sommer kein schneereicher Winter folgen wird.

Im Innern des Kurhauses sind derweil Elektriker, Sanitärfachleute sowie Gipser und Trockenbauer längst mit dem Innenausbau am Werk: Da werden neue Wände eingezogen, dort für die zusätzlichen Hotelzimmer neue Nasszellen vorbereitet und im ganzen Haus viele hundert Meter Leitungen aller Art verlegt.