Leuzigen
Bauernfamilie meldet «ausverkauft»: Alle 15 Tonnen Kartoffeln sind weg

Die 15 Tonnen Kartoffeln aus Leuzigen, die vom Abnehmer zurückgewiesen worden waren, konnten allesamt an Privatpersonen und in die Gastronomie verkauft werden.

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Für die Kartoffeln konnten Abnehmer gefunden werden.

Für die Kartoffeln konnten Abnehmer gefunden werden.

Ueli Liggenstorfer

Das ging schnell. «Wir sind total ausverkauft», sagt Sandra Rätz. Man habe nur noch für alle Bestellungen, die bis Donnerstag eingegangen waren, genug Kartoffeln übrig. Diese Personen könnten am Samstag noch holen kommen. Alle anderen muss sie an andere Anbieter verweisen. «Es tut uns sehr leid», wendet sie sich am Freitagvormittag in einem Facebook-Video an die Community.

Man habe nur noch für alle Bestellungen, die bis Donnerstag eingegangen waren, genug Kartoffeln übrig. Diese Personen könnten am Samstag noch holen kommen. Alle anderen muss sie an andere Anbieter verweisen. «Es tut uns sehr leid», wendet sie sich am Freitagvormittag in einem Facebook-Video an die Community.

Die Arbeit ging seit Mittwoch, als sie den Aufruf per Facebook startete, nicht aus. Vom Grosserfolg waren alle überrascht. Schon am Donnerstag musste die Familie Stopp rufen. Man komme nicht mehr nach mit Bestellungen. Am Freitagmorgen hiess es dann: Alles weg.

Urs und Sandra Rätz hatten Erfolg.

Urs und Sandra Rätz hatten Erfolg.

Ueli Liggenstorfer

Die 15 Tonnen waren zurückgewiesen worden, weil einzelne Kartoffeln Wurmeinstiche aufwiesen. Man sortiere alles raus, aber jedes Löchlein könne man nicht sehen, erklärte Urs Rätz gegenüber dem Regionalsender TeleM1. Wenn in einer Ladung zu viele mit Einstichen dabei seien, würde sie nicht angenommen werden. Böse sei man dem Händler nicht. Er pflege eine gute Zusammenarbeit.

«Die Verschwendung ist aber ein allgemeines Problem der Wohlstandsgesellschaft», sagt er. Deshalb wolle man mit der Aktion auch auf Food-Waste aufmerksam machen. (ldu)