Landwirtschaft

Bauern fordern Massnahmen gegen Trockenheit

Das Bewässerungssystem soll verbessert werden und so gegen Trockenheit schützen.

Das Bewässerungssystem soll verbessert werden und so gegen Trockenheit schützen.

Damit dereinst nicht Felder verdorren, muss aus Sicht der Solothurner Bauern das Bewässerungssystem verbessert werden.

Der trockene Sommer 2018 löste bei Bäuerin Marie-Theres Widmer Bedenken aus. Die CVP-Kantonsrätin aus Steinhof sah Handlungsbedarf, wenn im Zuge des Klimawandels die Bewässerung der Felder nicht mehr möglich sein sollte, «weil entweder keine oder zu kleine Gewässer in der Nähe vorhanden sind oder die Entnahme in Trockenzeiten untersagt wird.» In einer Interpellation forderte sie den Regierungsrat auf, mögliche Massnahmen zu nennen. Auf 36 solche, teils schon erarbeitete hatte der Regierungsrat dann auch hingewiesen.

Dies stiess am Dienstag im Kantonsrat auf positives Echo. Nochmals aber wiesen insbesondere die Landwirte unter den Kantonsräten auf den Handlungsbedarf hin. Zwar sei de Umgang mit Wetterphänomenen ein «grundsätzlicher Teil des landwirtschaftlichen Berufsalltags», sagte SP-Sprecher und Biobauer Simon Esslinger (Seewen).

Der Klimawandel sei jedoch eine der dringendsten Herausforderungen. «Es braucht Massnahmen. Der Kanton ist in Verantwortung.»
Martin Flury (FDP, Deitingen) regte an, Synergien mit Grossprojekten wie dem A1-Ausbau oder dem Hochwasserschutz Dünnern zu nutzen. Die Anschlüsse an grössere Gewässer werde für Bauern wichtiger, betonte Edgar Kupper (CVP, Laupersdorf). «Die Infrastruktur dazu muss gemacht werden.» (lfh)

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