Kantonsspital Olten
Baudirektor Strauman übergibt Schlüssel zu mehr Zufriedenheit

Das Parkhaus des Kantonsspitals Olten wurde gestern nach nur knapp 15-monatiger Bauzeit offiziell eröffnet. Dank den 462 neuen Parkplätzen auf fünf Etagen dürfte das ärgerliche Parkplatzproblem beim KSO gelöst sein.

Ueli Wild
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Das neue Parkhaus des Kantonsspitals Olten
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Auf dem Dach wurden Sonnenkollektoren installiert.
462 Parkplätze auf fünf Etagen stehen im Parkhaus des Kantonsspital Olten zur Verfügung.
Parkhauseröffnung Olten
Dies ist der Eingangsbereich des neuen Parkhauses

Das neue Parkhaus des Kantonsspitals Olten

Ueli Wild

Insgesamt 650 Parkplätze stehen nach der Inbetriebnahme des Parkhauses beim Kantonsspital Olten nun zur Verfügung. Er habe eine «Riesenfreude», bekannte bei der offiziellen Einweihung Kurt Altermatt, Direktionspräsident der Solothurner Spitäler AG (soH).

Positive Auswirkungen auf das Spital

«Top-modern, hell, grosszügig», lautete Altermatts Befund. Und vor allem: Das Parkhaus, «der letzte grosse Meilenstein beim Ausbau des Kantonsspitals», entspreche einem grossen Bedürfnis: «Parken war immer ein Thema bei uns.» Kein durchwegs erfreuliches allerdings.

Doch nun dürfte Schluss sein mit dem Runden Drehen auf der Suche nach einem freien Parkplatz. Für Kurt Altermatt ist deshalb klar: «Wir erwarten vom Parkhaus positive Auswirkungen fürs Spital.» Sprich: Patienten, die nicht mehr zu spät zum Termin erscheinen und die sich nicht mehr gestresst und verärgert beim Empfang melden.

Hightech-Parkhaus: Komfort, Sicherheit und ein Kraftwerk

Nach knapp 15-monatiger Bauzeit ist das 16-Millionen-Projekt so weit fertiggestellt, dass es genutzt werden kann. Da und dort fehlt noch der letzte Schliff - zum Beispiel die Begrünung auf der Seite gegen den Fährweg hin. Hier wurde, um dem Wohnquartier Immissionen zu ersparen, eine durchgehende Betonwand hochgezogen. Ansonsten sorgt der verglaste Baukubus für helle, weite Parkflächen. Die vorgespannten Träger - so Projektleiter Fritz Vogt, Abteilungsleiter Spitalbauten im kantonalen Hochbauamt - erlauben grosse Abstände zwischen den tragenden schlanken Stützen. Das fördert die Übersichtlichkeit, den Komfort beim Ein- und Ausparken, aber auch die Sicherheit. Der Sicherheit dienen ausserdem Sprinkler- und Brandmeldeanlagen sowie die Videoüberwachung. Mit Ausnahme des untersten Parkdecks sind alle Geschosse natürlich belichtet und mit einer offenen Profilitverglasung natürlich belüftet. Die Orientierung erleichtern die Farben Blau, Violett, Rot, Orange und Gelb in den Treppenhäusern. Beim Hauptzugang befindet sich neben den beiden Ticketautomaten auch ein Postfinance-Geldautomat. Das Parkieren kostet pro Stunde zwei Franken. Zwei Liftanlagen sorgen für eine behindertengerechte vertikale Erschliessung aller Parkdecks. 462 Parkplätze stehen zur Verfügung. Darunter sind, verteilt auf alle fünf Geschosse, zehn breitere Invaliden- und acht Familienparkfelder. Die Photovoltaikanlage auf dem Dach liefert pro Jahr rund 200 000 kWh Strom, was ungefähr dem jährlichen Verbrauch von 44 Haushaltungen entspricht. Das Parkhaus ist auf drei Seiten von einer Versickerungsanlage umgeben. Neben dem Dachwasser werden hier grosse Mengen Meteorwasser aus dem Schöngrundquartier versickert. Dieses Projekt wurde zusammen mit der Stadt Olten realisiert. (uw)

Der symbolische Schlüssel, den Baudirektor Walter Straumann Kurt Altermatt aushändigte, soll also quasi ein Schlüssel zu mehr Patienten-, Besucher- und Personal-Zufriedenheit sein.

Auch Baudirektor Walter Straumann war des Lobes voll für das Parkhaus, das der Kanton nun der soH zur Bewirtschaftung übergeben hat: Projektleiter Fritz Vogt habe ihm einmal gesagt, viele Parkhäuser würden nicht benützt, weil sie dunkel, eng und «gruusig» seien. «Das», so der Baudirektor, «trifft hier alles nicht zu.»

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