Mit dem Infrastrukturausbau sollen die Voraussetzungen dafür geschaffen werden, dass längere und höhere Züge das Teilstück zwischen der Waadtländer Kantonshauptstadt und ihrem Vorort befahren können. Auch sollen häufigere Verbindungen ermöglicht werden, wie das Bundesamt für Verkehr (BAV) und die SBB mitteilten.

Die umfassenden Bauarbeiten erforderten eine sorgfältige Planung, da beabsichtigt werde, den Bahnbetrieb trotz Einschränkungen aufrechtzuerhalten. Fahrplananpassungen seien insbesondere für die Zugverbindungen zwischen Lausanne und Genf sowie zwischen Basel und der Region Genfersee erforderlich, erklärte das BAV. Der Intercity Basel-Biel-Lausanne etwa werde um 30 Minuten verschoben.

Änderungen ab 2015

In Kraft treten sollen die Änderungen gemäss den Absichten des Bundes mit dem Fahrplan 2016, also ab Dezember 2015. Allerdings seien bis dahin noch Abklärungen mit den betroffenen Kantonen nötig, damit die Verkehrskette in der ganzen Schweiz entsprechend abgestimmt werden könne, heisst es im Communiqué.

Forderungen aus der Nordwestschweiz

Der Fahrplan für den Ausbau der Bahninfrastruktur im Raum Lausanne habe weitreichende Auswirkungen auf das Bahnangebot in der Nordwestschweiz, teilte die Nordwestschweizerische Konferenz der kantonalen Direktoren des öffentlichen Verkehrs (KöV) mit.

Der Fahrplan müsse daher so überarbeitet werden, dass die heutige Angebotsqualität in der Nordwestschweiz möglichst bleibe. Die Bauzeit solle verkürzt werden, damit Nachteile nicht lange hingenommen werden müssten. Zur KöV Nordwestschweiz gehören die Kantone Aargau, Bern, Jura, Solothurn und die beiden Basel.

Die KöV Nordwestschweiz forderte zudem, dass der Bund oder die SBB die Mehrkosten übernimmt, welche im Regionalverkehr entstehen, um Nachteile des Baufahrplans auszugleichen. Die sechs Kantone signalisieren Gesprächsbereitschaft und wollen möglichst früh in die Suche nach Lösung einbezogen werden.