Bubendorf/Seewen

Basler Stromer setzen auch auf Solothurner Wind

Der Hornberg in Seewen ist eines der Gebiete, die sich aus Sicht der Energieversorgen am ehesten erschliessen lassen. (Symbolbild)

Der Hornberg in Seewen ist eines der Gebiete, die sich aus Sicht der Energieversorgen am ehesten erschliessen lassen. (Symbolbild)

EBL, EBM und IWB haben acht mögliche Standorte für Windparks ausgemacht. Einer davon liegt im Kanton Solothurn. Die Kooperation der drei Stromversorger der Region segelt unter dem Titel «Windenergie Nordwestschweiz».

Die Elektra Baselland (EBL), die Elektra Birseck Münchenstein (EBM) und die Industriellen Werke Basel (IWB) gaben am Montag im Bad Bubendorf ihr Zusammengehen bei der Windenergie bekannt. Ziel von «Windenergie Nordwestschweiz» sei es, die Planung und Realisierung möglicher Windparkprojekte voranzubringen, sagten die CEO Urs Steiner, Conrad Ammann und David Thiel vor den Medien.

Die drei Energieversorger haben acht Gebiete identifiziert, die sich aus ihrer Sicht am ehesten erschliessen liessen, sieben in Baselland, einen im Kanton Solothurn – es ist dies der Hornberg bei Seewen. Daneben hat die EBM zwei weitere Standorte in Liesberg und Schweizerhalle. Die IWB setzt auf den umstrittenen Standort auf dem Chall bei Röschenz. Die EBL verfolgt vier Standorte in Liestal, Liestal-Arisdorf, Zunzgen-Itingen und Reigoldswil-Ziefen.

Ausserhalb der Schutzgebiete

Das mögliche Potenzial der acht Standorte liege bei 78 Megawatt Leistung und einer möglichen Stromproduktion von knapp 130 Mio. Kilowattstunden – wesentlich mehr als der jährliche Stromverbrauch der Stadt Liestal. Die Zahlen gelten aber nur, wenn das Potenzial voll ausgeschöpft werden kann, wie es an der Medienkonferenz hiess.

Alle acht Standorte liegen ausserhalb der Schutzgebiete, die im Bundesinventar der Landschaften und Naturdenkmäler von nationaler Bedeutung (BLN) erfasst sind.

Die drei CEO betonten, sie wollten die Projekte in enger Zusammenarbeit mit Kanton, Gemeinden, Bevölkerung und Umweltschutzverbänden realisieren. Die drei Energieversorger möchten nun zunächst, dass der Kanton die sieben Baselbieter Standorte in den Richtplan aufnimmt und so eine minimale Investitionssicherheit schafft, damit konkrete Machbarkeitsstudien möglich werden.

Baudirektorin Sabine Pegoraro will entsprechende Anträge nach der Fasnacht der Regierung vorlegen, wie sie an der Medienkonferenz sagte. Der Landrat könnte bis Ende 2014 darüber beschliessen. Danach wären auch noch Beschlüsse der jeweiligen Gemeinden nötig.

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