Mofa-Tour

Barcelona retour mit dem Töffli: Sie wollten «mal etwas mehr fahren»

Kevin Hess auf seinem Puch Maxi.

Kevin Hess auf seinem Puch Maxi.

Am 4. Juli starteten Kevin Hess aus Hubersdorf und Adrian Egli aus Lyss ihre Mofa-Tour in Biel. In den ersten 18 Tagen legten die beiden 2550 Kilometer zurück und sind bis Barcelona gefahren.

Gedacht waren sie einst eigentlich für kürzere Wege, die Puch-Maxi-Mofas. Aber so eine Maschine kann auch mehr: Seit Anfang Juli sind der «Hopperster» Kevin Hess (21) und der Lysser Adrian Egli (48) nun schon mit ihren Töffli unterwegs. 2550 Kilometer haben sie in den ersten 18 Tagen zurückgelegt. Bis Barcelona sind sie gekommen, morgen werden sie bereits wieder in der Region erwartet: In Busswil wird die Reise enden, die am 4. Juli in Safnern bei Biel begonnen hat.

Mit Zusatztank und Anhänger sind die Puchs für die Reise aufgemotzt, am Lenker hängt ein Ersatzreifen; Schweizer, Berner und Solothurner Fähnlein begleiten sie auf ihrer Tour. «Ädu komplett mit Töffli und Anhänger 190 kg. Ich mit Töffli und Saccochen 160 Kilogramm», meldet Kevin Hess per «Whatsapp».

Bei Pannen selbst geflickt

Mit 14 fing die Töffli-Leidenschaft bei ihm an. «Von da an war ich immer mit dem Mofa unterwegs, ob zu den Kollegen, den Grosseltern oder zu den Urgrosseltern in Lyss.»

Schrauben tut Hess auf der Reise selbst: ein neuer Hinterpneu, zwei Plattfüsse, Zündspule gewechselt, Kerzenstecker und Kolbenring geflickt. Das ist der bisherige Materialverschleiss auf 2500 Kilometern. «Wir geben ein wenig mehr Öl dazu, dass es mehr schmiert und nicht zu mager läuft», sagt Hess. Schwierigkeiten, weiterzukommen, hatten sie nie und auch Berge hätten den «bärenstarken» Maschinen keine Mühe bereitet. «Da wir meistens der Rhône entlang fuhren, hatten wir keine grösseren Steigungen zu überwinden», weiss der 21-Jährige, der mit einem Kollegen unterwegs ist. Ein dritter Mitfahrer musste aus gesundheitlichen Gründen kurzfristig absagen.

Keine Schmerzen vom Sitzen?

Ihre Tour begann am 4. Juli bei Biel. Auf einer grossen Karte haben sie ihren Weg aufgemalt: Über Genf ging es nach Grenoble, Orange und Avignon. Von Nîmes über Montpellier, Narbonne und Perpignan nach Barcelona und dann wieder zurück. «Die Reisegeschwindigkeit ist perfekt, um die Strecke und die Landschaft zu geniessen», sagt Hess, der einige Campingplätze kennen gelernt hat.

Wie kamen sie auf die Idee? «Wir fahren jedes Jahr das Red-Bull-Alpenbrevet, eine Rundfahrt mit den Mofas in der Schweiz», erklärt der Hubersdorfer. «Jetzt wollten wir mal etwas mehr fahren und etwas mehr erleben.» Seine Kollegen waren letztes Jahr bereits nach Pisa gefahren. «Da wurde der Reiz geweckt, weitere Distanzen zu fahren.»

Und tut einem nach 2500 Kilometern auf dem Sattel nicht langsam etwas weh? «Nein, eigentlich nicht», antwortet Hess. «Wir haben uns nur ein wenig verbrannt an der Sonne.»

Meistgesehen

Artboard 1