Oberdorf
Bahnstationen aus Schweizer Holz: Weissenstein-Seilbahn erhält Zertifikat

Seit bald vier Monaten fährt die neue Seilbahn auf den Weissenstein. Meistens standen seither die 49 blauen Gondeln im Mittelpunkt – nicht so am Freitag. Für den hohen Anteil an Schweizer Holz werden die Bahnstationen ausgezeichnet.

Lea Schreier
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Holzbranche besucht die Seilbahn Weissenstein – Übergabe des Holzzertifikat
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Nach der Uebergabe des Zertifikats schreitet man zum Apero
Nach der Uebergabe des Zertifikats schreitet man zum Apero
Kurt Meier begrüsst die Besucher
Kurt Imbach bei seiner Ansprache
Führung durch die Seilbahnanlage
Führung durch die Seilbahnanlage
Führung durch die Seilbahnanlage
Führung durch die Seilbahnanlage
Führung durch die Seilbahnanlage
Führung durch die Seilbahnanlage
Führung durch die Seilbahnanlage
Führung durch die Seilbahnanlage
Einsteigen bitte
Die Hochzeitsgondel zieht die Aufmerksamkeit auf sich
Christoph Späti bei seiner Ansprache
Das Herkunftszeichen Schweizer Holz - Zertifikat
Die Frauenquote unter den Besuchern ist tief

Holzbranche besucht die Seilbahn Weissenstein – Übergabe des Holzzertifikat

Hanspeter Baertschi

Seit bald vier Monaten fährt die neue Seilbahn auf den Weissenstein. Meistens standen seither die 49 blauen Gondeln im Mittelpunkt – nicht so gestern.

Zahlreiche Vertreter der regionalen und nationalen Holzbranche richteten ihr Augenmerk im Rahmen der Generalversammlung der Holzindustrie Nordwestschweiz auf die drei Bahnstationen der Seilbahn.

Der Grund für den hochrangigen Besuch war ein erfreulicher: die Stationen wurden mit dem Label «Herkunftszeichen Schweizer Holz» ausgezeichnet. Dieses erhält ein Gebäude nur, wenn 80 Prozent oder mehr des verbauten Materials aus Schweizer Wäldern stammt und im Inland verarbeitet worden ist.

«Die Stationen der Weissenstein-Seilbahn erreichen die Vorgaben locker. Der Anteil an Schweizer Holz beträgt im Gesamtobjekt 88 Prozent», sagte Thomas Lüthi bei der Zertifikatsübergabe auf der Bergstation. Lüthi war als Vertreter von Lignum, der Dachorganisation der Schweizer Wald- und Holzwirtschaft, angereist.

«Beim Tragwerk und den Dachschalungen wurde sogar 100 Prozent Schweizer Holz verwendet», ergänzte Lüthi. Zudem seien die beiden regionalen Firmen, die Ichertswiler Sägerei Ingold und die Neue Holzbau AG in Lungern, die einen Teil des Holzes geliefert hatten, selber Träger des «Herkunftszeichen Schweizer Holz».

Nachhaltiges Projekt

Konrad Imbach, Präsident des Bürgergemeinden- und Waldeigentümerverbandes Kanton Solothurn und gleichzeitig Vertreter der Arbeitsgruppe Pro Holz Solothurn, lobte das Bauprojekt für seine wirtschaftliche und ökologische Nachhaltigkeit. Das regionale Holz sei schliesslich auch lokal verarbeitet worden.

«Die Bauherrschaft Weissenstein AG hat sehr weitsichtig gehandelt, indem sie trotz der billigeren Konkurrenz aus dem Ausland regionale Firmen mit dem Bau beauftragt hat», betonte Imbach, der das Zertifikat an Verwaltungsratspräsident Urs Allemann und Vizepräsident Rolf Studer von der Weissenstein AG übergab.

Regionales Holz als Grundidee

«Wir sind dem Grundsatz treu geblieben, das Projekt möglichst regional zu gestalten. Dies wurde nun mit der Auszeichnung anerkannt und ist uns eine besondere Freude», dankte Rolf Studer.

Guido Kummer, der Architekt der viel gerühmten Bahnstationen, erklärte die architektonische Rolle des Holzes mit diesen Worten: «Die Gebäude sollten sich in der Landschaft integrieren und da rundherum so viel Holz vorhanden ist, haben wir auch solches verwendet.»