Kaum keimt das Grün auf Wiesen und Wäldern, sind es die Bärlauchblätter, die mit ihrem starken Knoblauch-Duft die Aufmerksamkeit der Spaziergänger auf sich lenken. Kräuter- und Salatliebhaber versorgen sich gerne damit und geben sich so den ersten frischen Vitamin-C-Schub nach dem Winterschlaf.

Heute ist der saftige Märzbote zum echten Trendkraut geworden: Bärlauchsuppe, Bärlauchnudeln, Bärlauchwürste – die Kreativität in der Küche schraubt sich mit Bärlauch in die Höhe. Beliebt ist das stark aromatisierte Kraut wohl auch deshalb, weil es trotz Knoblauchgeschmack keine solche Duftfahne verursacht. Jedoch Vorsicht! Längeres Kochen des Bärlauchs zerstört das Aroma und auch mit der Mikrowelle kann Bärlauch nichts.

Am besten, weil am wenigsten aufwändig und auch am aromatischsten bleibt der Bärlauch, wenn man ihn roh verarbeitet. Wichtig ist das Kleinschneiden der Blätter, denn der Geschmack steckt im Saft und verteilt sich über möglichst viele Schnittstellen. Theoretisch wäre das krautige Gewächs zwar mit Stumpf und Stiel geniessbar – sogar die Zwiebeln – meist werden aber nur die grünen Blätter verwendet.

Verwechslungsgefahr

Beim Sammeln von Bärlauch sollte man vorsichtig sein, denn er ist leicht zu verwechseln. Besonders schlimm ist die Verwechslung mit den äusserst giftigen Herbstzeitlosenblättern. Weniger dramatisch, aber auch zu vermeiden ist die Verwechslung mit den giftigen Maiglöckchen. Den Unterschied der Pflanzenblätter bemerkt man allerdings gut, wenn man beim Sammeln genügend aufmerksam ist.

Wer die Blätter des Bärlauchs zwischen den Fingern zerreibt, riecht die starke Knoblauchkomponente. Zu bedenken ist ebenfalls, dass Bärlauch als Waldbodengewächs mit Fuchsbandwurmeiern verunreinigt sein kann. Vor dem Verzehr also ganz gut waschen. Und noch ein Tipp zum Pflanzenschutz: Bärlauch ist nicht explizit geschützt, soll aber nur für persönlichen Gebrauch gepflückt werden. Pro Pflanze jeweils nur ein oder zwei Blätter abschneiden, so kann diese leicht wieder nachwachsen. Und immer vor der Blüte ernten.