Vor einem Jahr teilte die Ausgleichskasse des Kantons Solothurn (AKSO) mit: Sie kommt mit der Verarbeitung der Gesuche um Ergänzungsleistungen einfach nicht nach. Im Herbst 2012 bestanden 800 nicht beurteilte Neuanmeldungen, davon waren über 80 älter als sechs Monate.

Heute sei die Pendenzenlage im Vergleich zu den Jahren vor 2012 mit Ausnahme der Gesuche um Krankheitskosten nach wie vor vergleichsweise hoch, teilt die AKSO am Donnerstag mit. Doch durch die Umsetzung verschiedener Massnahmen habe sich die Situation jedoch «etwas entspannt».

Im Verlaufe des Sommers wurde zur Bewältigung der Gesuche Mehrarbeit geleistet. Dabei sei auch samstags gerarbeitet worden, schreibt die AKSO. «Alle Gesuche, älter als ein halbes Jahr, sind in Bearbeitung und erste Abklärungsschritte wurden eingeleitet.» Ende August 2013 sind 750 Neuanmeldungen pendent.

Bei den Krankheitskostengesuchen hätte bereits ab Februar 2013 eine Stabilisierung erreicht werden können. «Leider ist bei den Einspracheentscheiden ebenfalls noch mit längeren Wartezeiten zu rechnen.»

Angestrebtes Niveau 2014 erreichen

Dass der Berg mit pendenten Gesuchen reduziert werden und nachhaltig stabilisiert werden kann, dauert aber noch einen Moment. Das Niveau der angestrebten Durchlaufzeiten soll laut AKSO im Verlaufe des nächsten Jahres erreicht werden.

Helfen sollen auch die erhöhten Personalressourcen. Alle offenen Stellen seien erfolgreich besetzt worden. «Die Wirkung auf die Pendenzenlage wird sich mit steigendem Fachwissen und der Erfahrung im Verlaufe 2014 weiter entfalten.»

Neues elektronisches System

Verursacht wurde der ganze Stau durch die Einführung eines neuen elektronischen Fallverarbeitungssystems am 1. April 2012. Einfluss hatten auch krankheits- sowie mutterschaftsbedingte Absenzen, die nicht kurzfristig überbrückt werden konnten. Durch die kontinuierlich ansteigenden Zahl der Gesuche ist dann eine «ausserordentliche Situation bei der Verarbeitung der Gesuche um Ergänzungsleistungen» entstanden.

Seit der Umstellung auf das moderne, bedienungsfreundliche Fallverarbeitungssystem, welches zu einer höheren Datenqualität beiträgt, sei die Produktivität aufgrund erhöhter Routine der Mitarbeitenden kontinuierlich angestiegen. (ldu)