Ausflug
Mehr Gäste als sonst: Regen und Hochwasser trieb die Besucher auf den Weissenstein

Das Hotel Weissenstein verzeichnet in der verregneten Zeit deutlich mehr Gäste als sonst.

Christina Varveris
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Von «Wasserflüchtenden» gut frequentiert: Das Hotel Weissenstein auf dem Solothurner Hausberg. Rechts im Bild die neue Panoramahalle.

Von «Wasserflüchtenden» gut frequentiert: Das Hotel Weissenstein auf dem Solothurner Hausberg. Rechts im Bild die neue Panoramahalle.

Oliver Menge

Lars Hässig ist guter Laune: «Willkommen beim Hotel Weissenstein, grüessech!» Noch bevor es einmal klingelt, hört man bereits die Begrüssung des Rezeptionisten. Die Stimmung ist gut im Hotel Weissenstein. Der Regen und das Hochwasser an Flüssen und Seen hat dazu geführt, dass die Menschen eher auf den Berg gehen und das in Scharen. «Wir haben deutlich mehr Gäste als in einem normalen Sommer», sagt Isabelle Bossi, die Marketingverantwortliche des Hotels Weissenstein.

Deshalb packen regelmässig alle Angestellten im Haus beim Mittagsservice mit an. «Wir sind ein kleines Team, da ist es selbstverständlich, dass man einander hilft», so Bossi.

Im ersten Lockdown in Schockstarre

Damals, vor eineinhalb Jahren, als der erste Lockdown ausgerufen wurde, war die Stimmung eine andere. In «Schockstarre» habe man verharrt, erinnert sich Bossi, stets in der Hoffnung auf eine baldige Wiedereröffnung. Als diese endlich möglich wurde, konnte man davon profitieren, dass viele Einheimische die Schweiz als Ferienland entdeckt haben. «Ja, uns ist entgegengekommen, dass die Leute hier geblieben sind.»

Natürlich war auch der zweite Lockdown im Winter unerfreulich, doch diesmal habe man sich früh auf die Öffnung vorbereitet. «Intern konnten wir Gastro- und Eventkonzepte ausarbeiten und Sachen erledigen, wofür wir im Tagesbetrieb kaum Zeit haben», so Bossi. Seit der erneuten Öffnung im Juni hätten 70 Prozent aller gebuchten Anlässe unter Einhaltung der vorgeschriebenen Covid-Massnahmen stattgefunden.

Nur Firmen seien derzeit noch zurückhaltend in der Durchführung von Tagungen und Seminaren. Auch im Bereich der Übernachtungen blickt das Hotel Weissenstein auf zwei gute Sommer zurück. «Wir durften letztes wie dieses Jahr vermehrt inländische Gäste begrüssen», registriert Bossi. Konkrete Zahlen will sie keine nennen, sie seien aber zufrieden mit der Besucherfrequenz.

Neues Personal ist schwierig zu finden

In den Lockdowns habe man sich bemüht, das Personal bei Stange zu halten und keine Kündigungen ausgesprochen. Trotzdem habe es ein paar Abgänge gegeben. So sind auf der Website aktuell gleich neun Stellen ausgeschrieben ebenso drei Lehrstellen. «Die Leute haben sich während des Lockdowns neu orientiert», sagt Isabelle Bossi.

Das sei in der gesamten Branche so. Viele hätten Jobs mit regelmässigeren Arbeitszeiten angenommen, in Verteilzentren zum Beispiel. «Was wir heute feststellen ist, dass es deutlich herausfordernder ist Abgänge wieder zu besetzen als vor Pandemie», so Bossi. Und: «Wir versuchen dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken, in dem wir auf allen vier Hotel- und Gastronomieberufen Lernende ausbilden».

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