Stadtpolizeikorps
Aus für Oltner Stadtpolizei? Solothurn und Grenchen geben sich unbeeindruckt

Vehement verteidigten Olten, Grenchen und Solothurn noch vor kurzem das eigene städtische Polizeikorps. Eine Einheitspolizei war undenkbar. Jetzt ist sie in Olten plötzlich in Griffweite. In den beiden anderen Städten zeigt man sich unbeeindruckt.

Lucien Fluri
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Werden bald Kantonspolizisten für Ordnung in der Stadt Olten sorgen?

Werden bald Kantonspolizisten für Ordnung in der Stadt Olten sorgen?

Bruno Kissling

Doch davon lässt sich der Grenchner Stadtpräsident François Scheidegger nicht beeindrucken. «Bei uns gibt es keine Überlegungen, die Stadtpolizei aufzugeben», stellt der FDP-Mann klar.

Unbeeindruckt: François Scheidegger.

Unbeeindruckt: François Scheidegger.

Der Grenchner Stadtpräsident betont, dass die Zusammenarbeit zwischen Stadt- und Kantonspolizei in Grenchen einwandfrei funktioniere. «Die Sicherheit gewinnt zunehmend an Bedeutung. Es wäre deshalb falsch, in Grenchen den Schritt hin zur Einheitspolizei zu machen.»

Kommen Solothurn und Grenchen unter Druck, wenn Olten aus dem dreieinigen Bund der Stapo-Befürworter ausscheidet und vormacht, dass es auch ohne eigenes Korps ganz gut geht? «Bevor wir eine Diskussion beginnen, müssen wir abwarten, wie die Lösung in Olten rauskommt», sagt Solothurns Stadtpräsident Kurt Fluri, ein eifriger Verfechter der Stadtpolizei.

Unbeeindruckt: Kurt Fluri.

Unbeeindruckt: Kurt Fluri.

Inzwischen, so bestätigt Fluri, habe sich die Situation bei seiner Stadtpolizei verbessert. Diese hatte mit Personalproblemen zu kämpfen. «Wir hatten schon länger keine Abgänge mehr», so der Stadtpräsident. Noch unklar ist, welche Auswirkungen die Gemeindefusion «Top5» haben wird. Derzeit gebe es drei Möglichkeiten zur Zukunft der Stapo in einem Gross-Solothurn. Im Fusionsvertrag wird der Bevölkerung dann eine Variante präsentiert.

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